«Vergewaltigungshauptstadt der Welt»

Im Kongo werden jeden Tag durchschnittlich 14 sexuelle Übergriffe auf Frauen verzeichnet. Potenzielle Opfer seien nirgends sicher, so die Uno.

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Die Uno-Sondergesandte gegen sexuelle Gewalt in Konfliktregionen, Margot Wallström, hat die Demokratische Republik Kongo als «Vergewaltigungshauptstadt der Welt» kritisiert. «Frauen sind dort immer noch nicht unter ihrem eigenen Dach, in ihren eigenen Betten sicher, wenn die Nacht hereinbricht», sagte Wallström am Dienstag (Ortszeit), als sie den Uno-Sicherheitsrat über ihre kürzlich beendete Reise in das zentralafrikanische Land unterrichtete.

Die Schwedin forderte das Gremium auf, zu handeln, damit die Täter nicht länger straffrei blieben. «Frauen haben keine Rechte, wenn diejenigen, die ihre Rechte verletzen, unbestraft bleiben», sagte sie. Nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) werden im Kongo jeden Tag durchschnittlich 14 sexuelle Übergriffe auf Frauen verzeichnet. Seit Jahresbeginn wurden laut Vereinten Nationen mehr als 1200 Frauen Opfer sexueller Gewalt. Hilfsorganisationen prangern regelmässig die fehlende Verurteilung der Täter vor allem im konfliktgebeutelten Osten des Landes an. (sam/afp)

Erstellt: 28.04.2010, 06:58 Uhr

«Frauen haben keine Rechte»: Uno-Sondergesandt Margot Wallström. (Afp)

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