Erdogan legt Dresscode für Angeklagte fest

Am Jahrestag des Putschversuchs kündigt der türkische Präsident an, vor Gericht soll es eine Kleiderordnung «wie in Guatanamo» geben.

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat einen Dresscode für Angeklagte festgelegt, die im Zuge des gescheiterten Putschversuchs im vergangenen Jahr vor Gericht erscheinen müssen. Für die Verdächtigen werde es zwei Arten von brauner Kleidung geben, sagte er am Samstag bei der Eröffnung eines Stadions in der östlichen Provinz Malatya.

Jene, die den Putsch mutmasslich geplant hätten, sollten Overalls tragen. «Terroristen» würden in Jacken und Hosen vorgeführt. Niemand solle mehr vor Gericht mit Kleidung erscheinen, die er selbst ausgewählt habe.

Erstmals kündigte Erdogan am Jahrestag des Putschversuchs am 15. Juli an, vor Gericht solle es Kleidungsvorschriften «wie in Guantanamo» geben. Tage zuvor war ein Ex-Soldat mit der Aufschrift «Hero» (Held) auf seinem T-Shirt vor Gericht erschienen. Dutzende wurden wegen des Verdachts der Terrorpropaganda verhaftet, weil sie T-Shirts mit ähnlichen Aufdrucken trugen. (sep/AP)

Erstellt: 05.08.2017, 23:51 Uhr

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