«Grösste Terrorgefahr seit zehn Jahren»

Die Gefahr durch potenzielle Attentäter nimmt zu. Laut Europol gibt es erschreckend viele Europäer, die Kampferfahrungen in Spezialcamps sammeln.

Sieht Europa vor neuen Herausforderungen: Europol-Chef Rob Wainwright im Hauptquartier in Den Haag. (24. September 2014)

Sieht Europa vor neuen Herausforderungen: Europol-Chef Rob Wainwright im Hauptquartier in Den Haag. (24. September 2014) Bild: Martijn Beekmann/Keystone

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Der Chef der EU-Polizeibehörde Europol hat vor Anschlägen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Europa gewarnt.«Europa steht momentan vor der grössten Terrorgefahr seit mehr als zehn Jahren», sagte Rob Wainwright, der «Neuen Osnabrücker Zeitung» vom Freitag.

Es sei zu erwarten, dass der IS einen Anschlag irgendwo in Europa verüben werde, «mit dem Ziel, hohe Verluste unter der Zivilbevölkerung zu erreichen». Die Anschläge von Paris hätten gezeigt, dass der IS eine internationale Dimension bekommen habe.

Flüchtlingsströme bringen nur bedingt Gefahr

Laut Wainwright sollte auch die Gefahr, die von Einzeltätern ausgehe, nicht unterschätzt werden. Nach Schätzung von Europol sind inzwischen 3000 bis 5000 Europäer, die in einem Terrorcamp Kampferfahrung gesammelt haben, nach Europa zurückgekehrt.

«Die wachsende Zahl dieser ausländischen Kämpfer stellt die EU-Staaten vor völlig neue Herausforderungen», sagte Wainwright. Der Flüchtlingsstrom aus Syrien nach Europa erhöht nach Einschätzung von Europol die Terrorgefahr nicht unbedingt. «Es gibt keine konkreten Hinweise darauf, dass terroristische Reisende systematisch den Flüchtlingsstrom nutzen, um unentdeckt nach Europa zu kommen.» (kat/sda)

Erstellt: 19.02.2016, 08:08 Uhr

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