Sparen für einen Blumenstrauss

Honda rüstet den kompakten Jazz als Mild-Hybrid aus und animiert den Fahrer via Display zusätzlich zum Sparen.

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Wie die Berner Fachhochschule ermittelt, liegt die Ersparnis bei einem Vollhybrid bei 27 Prozent. Beim sogenannten Mild-Hybrid (er kann nicht rein elektrisch fahren), wie er nun auch beim neuen Honda Jazz verbaut wird, beträgt das Sparpotenzial vergleichsweise bescheidene 7,8 Prozent. Trotzdem ist der Schweizer Importeur ausgesprochen zuversichtlich und will noch in diesem Jahr rund 900 der insgesamt 3200 budgetierten Jazz als Hybrid verkaufen.

Keine Utopie. Denn Honda ist bereits seit 2003 mit dem IMA-Stystem (Integrated Motor Assist) unterwegs. Mit knapp zwei Jahrzehnten Entwicklungsgeschichte und bald zehn Jahren Markterfahrung hat sich das IMA-System gemäss Honda als «flexible und verlässliche Hybrid-Einrichtung bewährt». In Zahlen: Mehr als eine halbe Million Fahrer profitieren weltweit im Alltag von dieser Technologie.

Batterien schränken nicht ein

«Ich habe nichts gegen grüne Lösungen. Nur müssen sie praxisgerecht und finanziell tragbar sein», sagt Honda-Suisse-General-Manager François Launaz. «Wir sind froh, dass wir nun auch beim kompakten Jazz die Hybridtechnik anbieten können. Sie ist Teil unserer Strategie, die uns hilft, die vom Bundesrat in Aussicht gestellte 130-Gramm-CO2-Limite pro Kilometer innerhalb unserer Flotte zu realisieren.» Positiv ist die Tatsache, dass das kompakt bauende (24 Prozent kleiner als der Vorgänger) E-Herz in die Motor-Getriebe-Einheit des 1,3-Liters integriert wird. Die Lithium-Ionen-Batterien sind dort verbaut, wo normalerweise das Reserverad sitzt. Dadurch widerfahren weder dem Magic-Seat-System noch der praktischen Raumnutzung gegenüber den reinen Benzinversionen Nachteile. So beträgt das Kofferraumvolumen unverändert 399 bis 1320 Liter.

Der Verbrennungsmotor leistet 88 PS und stellt ein Drehmoment von maximal 121 Nm bereitet. Der Elektromotor hebt Leistung und Drehmoment um 14 PS beziehungsweise 78 Nm an. Das mittels Elektromotor angereicherte Drehmoment, das vom stufenlosen CVT-Getriebe verwaltet wird, bringt den 1162 Kilo schweren Vertreter aus dem B-Segment flott in Fahrt. Das stufenlose Getriebe ist mit sechs virtuellen Gängen ausgestattet inklusive Aktivierungsoption via Schaltwippen am Lenkrad. Im Teillastbereich macht das CVT-Getriebe bequeme Anstalten, lässt den Motor stets im optimalen Drehmomentbereich unauffällig kurbeln. Unter Vollgas erschallt der 1,3-Liter-Vierzylinder jedoch geradezu, da die Drehzahl kontinuierlich im oberen Bereich verharrt.

Verbrauch sinkt um 0,9 Liter

Gegenüber dem konventionellen 1,4-Liter-Benziner mit CVT-Getriebe begnügt sich die Hybrid-Variante mit 0,9 Liter weniger Treibstoff bei identischem Beschleunigungsvermögen. Auf dem normierten, virtuellen Zyklus sind es nur noch 4,6 Liter auf 100 Kilometer. Die 104 Gramm CO2 je gefahrenem Kilometer sind ein Topresultat – nur dank Mithilfe des E-Motors überhaupt möglich. Zur sparsamen Fahrweise wird man zudem per Display angehalten. Hier gilt es, möglichst die Gesamtzahl einer Blumenreihe zu erzielen. Die Anzeige stachelt den Ehrgeiz an und sorgt zudem für Unterhaltung.

An der Verbesserung der Strassenlage wurde für den 2011er-Jahrgang generell gearbeitet. Dank zusätzlichem hinterem Stabilisator und einer überarbeiteten Abstimmung der Dämpfer reagiert der Jazz etwas agiler auf die Befehle der Lenkung, ohne sportlich hart zu werden. Die Lenkung mit Elektroservo ist direkt und in ihrer Rückmeldung unverblümt.

Ab sofort für 25?000 Franken

Mit einer Grundausstattung, die nichts auslässt, was das Fahren im Alltag angenehmer macht – inklusive der 5-Stern-NCAP-Crashtest-Zertifizierung – erscheint der Preis ab 25?000 Franken sehr fair. Zumal der Aufpreis fürs umweltfreundlichere IMA-Modell gegenüber der 1,4-Liter-Version mit 100 PS im ausstattungsbereinigten Vergleich bloss 650 Franken beträgt. Der in drei Ausstattungsvarianten erhältliche Hybrid-Jazz, der in der Ausstattung «Exclusive» auch Ledersitze bereithält, ist ab sofort erhältlich. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.02.2011, 09:23 Uhr

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