Audi hat für alle einen einzigartigen A1

Mit der zweiten Generation des Kompaktmodells offeriert Audi den Kunden eine Million individuelle Ausstattungsvarianten.

Zehn Farben plus Dachkontrastfarbe stehen für den neuen A1 zur Auswahl. Foto: PD

Zehn Farben plus Dachkontrastfarbe stehen für den neuen A1 zur Auswahl. Foto: PD

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Audi schaut in die Zukunft. Die Ingolstädter haben harte Zeiten hinter sich. Unerwartet tiefe Gewinnmeldungen in der Vergangenheit, Skandale, Druck von der Mutter in Wolfsburg. Dann begann man bei Audi aufzuräumen, strich einige Modelle, stellte unrentable Motoren zur Diskussion.

Aber nun ist es Zeit für Good News: Audis Reinemachen trägt endlich Früchte. Mit der zweiten Generation des A1 kommt angenehm frische Luft ins Geschäft. Weil Audis Kleiner das Image des Einsteigermodells ablegt, könnte er mit der zweiten Auflage zum Hit werden. Einerseits hat Ingolstadt auf die Kunden gehört und bietet den A1 nur noch als Sportback an. Andererseits ist die dreitürige Version nicht mehr im Programm, der Diesel wurde erst mal gestrichen.

Elektronik der Oberklasse

Stilistische Eingriffe machen den A1 zu einem extrem gut aussehenden «Begleiter für ein urbanes Umfeld», wie Audi das nennt, ein junges Automobil. Die Formulierung taugt mehr als elegante Umschreibung für ein Auto, das eine deutlich jüngere Zielgruppe ansprechen will, denn als funktionelle Zielsetzung. Der Sportback ist durchaus für Langstreckenfahrten geeignet, und es passt auch ordentlich Gepäck rein, ohne dass der Innenraumkomfort leiden muss. In Zahlen: Das Gepäckvolumen ist um 65 Liter auf bis zu 1090 Liter gewachsen.

Das Infotainment- und Fahrerassistenzsystem entstammt der Audi-Oberklasse: Optional bietet die MMI Navigation plus einen 10,1 Zoll grossen Touchscreen, der sich nahtlos in die Glasoptik des Virtual Cockpits mit erweitertem Funktionsumfang einfügt. Das Audi Smartphone Interface integriert iOS- und Android-Smartphones per Apple Carplay und Android Auto in eine speziell für sie entwi­ckelte Umgebung im MMI und bietet zwei USB-Schnittstellen (1× USB-A, 1× USB-C mit Ladestromerhöhung). Die MMI Navigation plus bietet Funktionen wie beispielsweise die Hybrid-Routenführung. Und die neueste Generation der Sprachbedienung macht die Reise zum Kinderspiel. Die Audi-Phone-Box sorgt für eine verbesserte Empfangsqualität mit LTE-Unterstützung und dafür, dass das Smartphone die ganze Strecke über Wireless aufgeladen wird.

Länger und höher geworden

Okay, sollten Sie das alles verstanden haben, sind Sie der ideale Audi A1-Besitzer. Weniger Millennial-Sprachgewohnte mögen am Bang & Olufsen Premium System und seinen 560 Watt interessiert sein. Oder an den Fahrassistenzsystemen, die Audi ebenfalls aus seinen Topmodellen ins A1-Universum transferiert. Adaptive Cruise Control, Spurwarnungsmelder mit Geschwindigkeitsbegrenzer, ein Front Pre-Sense, der Fussgänger (und anderes) auch bei Nebel erkennt. Und schliesslich noch eine Einparkhilfe inklusive Rückfahrkamera. All das verwandelt den kompakten Viertürer in ein techaffines Kuscheltier.

Eines, das sich an alles anpassen lässt, das einen Autoschlüssel in der Hand halten kann. Denn Audi hat seinen A1 in ein wahrhaftes Chamäleon verwandelt. Beim A1 bieten die Niederbayern Individualisierungslevels an wie nie zuvor in dieser Fahrzeugklasse. Die Ingolstädter haben ausgerechnet, dass es für den A1 eine Million Ausstattungsvarianten gibt. Bisher hat Audi rund 900'000 A1 gebaut, das heisst: Im Grunde könnte jeder neue A1-Kunde seinen ganz einzigartigen A1 fahren. Im Angebot ist (unter anderem) eine Auswahl aus zehn Farben, auf Wunsch gibts das Dach in Kontrastfarbe. Drei Ausstattungslinien – Basis, Advance oder Audis klassische S-Line – führen die Anbauteile aussen unterschiedlich aus. Audi bietet daneben noch mit «Interieur Advanced», «Interieur Design Selection» und «Interieur S-Lline» Möglichkeiten, Farben und Materialien entsprechend auszuwählen. Das heisst, dass das A1-Interieur sich ebenso weiter individualisieren lässt. Es gibt Basissitze und Sportsitze. Zur Wahl steht ein optionales Kontur- und Ambient-Lichtpaket, das bei Dunkelheit den Innenraum durch LED-Lichtelemente in dreissig auswählbaren Farben in Szene setzt.

Gutes Aussehen hat er ohnehin. Die Muskelmasse an den Radausschnitten hat zugenommen, der A1 ist ein wenig länger und höher als der Vorgänger. Die breite Spur und die ausgeprägte Keilform verwandeln ihn in einen Athleten. Die C-Säule ist flach geneigt, eine Reminiszenz an den Sport Quattro, ebenso wie die nun schon typischen drei Schlitze an der Vorderhaube. Die S-Line gibts mit 18-Zoll-Rädern, was dem A1 ein noch dynamischeres Aussehen verleiht.

Und ausreichend Power hat er auch. Der zum Marktstart erhältliche 3-Zylinder-Motor leistet 116 PS, später folgt ein Einsteigermodell mit 95 PS (25 TFSI). Und wer Audi kennt, der weiss, dass gegen oben wohl auch noch was gehen wird. Als Getriebe stehen sowohl ein Handschalter wie auch eine Sechsgang-­Stronic zur Auswahl, und die Käufer können zwischen den Ausstattungslinien «Basis», «Advanced» und «S-Line» wählen. Wer den neuen A1 mit DSG (S-tronic) und in der Ausstattungslinie «S-Line» wählt legt allerdings über 5000 Franken drauf.

Das alles ist kein billiger Spass also, denn Audi verlangt für den A1 30 TFSI mindestens 27'600 Franken, und die vielen Individualisierungsmöglichkeiten können den Preis deutlich nach oben verlagern. Wer sich das leisten kann in der anvisierten Zielgruppe, wird sich zeigen. Eine attraktive Alternative ist der A1 so oder so.

(Redaktion Tamedia)

Erstellt: 26.11.2018, 19:08 Uhr

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