Jo Sifferts Porsche ist nun der teuerste der Welt

Ein Porsche 917, der im Besitz der Schweizer Rennfahrer-Legende war, ist an einer Auktion für rund 14 Millionen Dollar ersteigert worden.

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Er zählt zu den berühmtesten Rennwagen der Geschichte: der Porsche 917. Berühmt wurde er deshalb, weil er der aus Fribourg stammenden Rennfahrer-Legende Jo Siffert gehörte und Schauspieler Steve McQueen den Boliden für den Film «Le Mans» aus dem Jahre 1970 verwendete.

Am Freitagabend wurde der hellblau-orange Porsche 917 K mit Jahrgang 1970 durch das Auktionshaus Gooding & Co. im kalifornischen Pebble Beach für 14'080'000 Dollar (13,58 Millionen Franken) versteigert.

Dieser Betrag stelle einen Weltrekord für ein Fahrzeug dieser Marke dar, twitterte der Veranstalter, ohne Angaben zum Käufer zu machen. Der Verkaufspreis liegt jedoch im Bereich des vom Verkäufer Uwe Meissner von Modena Motorsport Erwarteten: zwischen 13 und 16 Millionen Dollar.

Der vom damaligen Ingenieur Ferdinand Piëch konzipierte Rennwagen wurde von Porsche zu Testzwecken 1970 in Le Mans eingesetzt – und am 25. Juni von Siffert direkt vom Werk erworben, wie die «NZZ am Sonntag» kürzlich berichtete. Im gleichen Jahr gelang es Porsche erstmals, mit einem baugleichen 917K das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu gewinnen. Das K steht für Kurzheckrennwagen – im Gegensatz zum Porsche 917 mit dem langen Heck.

1978 ging der Porsche – ohne Motor – in den Besitz des Franzosen Pierre Prieur über. Verstaubt in einer Scheune entdeckte Meissner 2002 den Wagen, kaufte und restaurierte ihn. Meissner fand sogar einen originalen Motor.

Am 7. Juli 1971, seinem Geburtstag, sass Siffert noch selbst am Steuer des Rennwagens und fuhr auf Freiburger Landstrassen. Knapp dreieinhalb Monate später verunglückte Siffert in Brands Hatch in einem P160 des britischen Rennstalls B.R.M. (British Racing Motors) tödlich. Sifferts Rennauto ging nach dem Crash in Flammen auf. Siffert hinterliess Ehefrau Simone und zwei Kleinkinder. In seiner Heimatstadt erhielt «Seppi» eine Beerdigung, die am Fernsehen live übertragen wurde.

Das Auktionshaus Gooding & Co. fertigte ein Promotions-Video an. (Quelle: YouTube/GoodingandCompany) (nag/sda)

Erstellt: 19.08.2017, 11:21 Uhr

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