Einigkeit über «Zubringer Bachgraben – Nordtangente»

Seit der Elba-Ausbau deutlich beim Volk abgeblitzt ist, lagen die Verkehrsprojekte im betroffenen Raum auf Eis. Nun wollen die Regierungen beider Basel den Zubringer Allschwil wieder auf Kurs bringen.

Eine durchgehende Tangente steht zur Zeit nicht im Vordergrund. Stattdessen sollen Teilprojekte realisiert werden, die in Zukunft eine solche bilden könnten.

Eine durchgehende Tangente steht zur Zeit nicht im Vordergrund. Stattdessen sollen Teilprojekte realisiert werden, die in Zukunft eine solche bilden könnten. Bild: zvg

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Der Zubringer Allschwil soll unter neuem Namen vorangetrieben werden. Dies teilte die Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) am Freitag mit. Die Regierungen beider Basel hätten sich auf eine gemeinsame Verkehrsstrategie geeinigt. Neu heisst das Projekt «Zubringer Bachgraben – Nordtangente».

Mit dem Volks-Nein zum milliardenschweren Elba-Ausbau am 8. November haben die Lösungsansätze für die Verkehrsproblematik im betroffenen Raum Leimental, Birseck und Allschwil einen Rückschlag erlitten. «Damit wurde auch die Planung für eine durchgehende stadtnahe Tangente sistiert und es stellte sich die Frage, wie mit den verschiedenen, zum Teil kantonsübergreifenden Abschnitten umgegangen wird», hiess es.

Das Vorprojekt zum Zubringer, der die Verkehrssituation zwischen der Nordtangente und Allschwil entlasten soll, war aber noch vor dem Elba-Nein vom Landrat bewilligt worden, ohne dass ein Referendum ergriffen worden wäre. Hier strebe man eine «zeitnahe Realistation» an. Zudem wolle man sicherstellen, dass der Zubringer mit einer allfälligen Ergänzung der Umfahrung Allschwil kompatibel ist.

Tangente nicht priorisiert

Die langfristige Realisierung einer stadtnahen Tangente halte man sich zwar offen, so das BUD, eine Priorität sei sie aber nicht. Der Kanton Basel-Landschaft werde die nächsten fünf Jahre nicht an einem Tunnel Binningen weiterarbeiten. Gleichzeitig bleibe die Option Gundelitunnel als Abschnitt einer solchen Tangente bestehen. Der Gundelitunnel habe aber gegenüber dem Rheintunnel eine deutlich geringere Priorität. Die Realisierung eines Gundelitunnels sei als Teil einer durchgehenden Tangente am sinnvollsten. Aus diesem Grund sei der Kanton Basel-Stadt bereit, den Gundelitunnel auf die stadtnahe Tangente abzustimmen und deren Anschlussfähigkeit sicherzustellen. Der Gundelitunnel solle erst gebaut werden, wenn die Realisierung der restlichen Teilabschnitte der stadtnahen Tangenten gesichert ist. (las)

Erstellt: 18.12.2015, 14:39 Uhr

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