BIRSFELDEN

Basel und Birsfelden neu verbunden

Der Birskopfsteg ist bereits für Passanten und Velofahrer offen. Offiziell eingeweiht ist die neue Brücke jedoch noch nicht.

Die Holzbrücke neben dem Birskopfsteg wird am kommenden Dienstag abgerissen.

Die Holzbrücke neben dem Birskopfsteg wird am kommenden Dienstag abgerissen. Bild: Henry Muchenberger

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Kann Asphalt schweben? Spontan fällt einem nur als Antwort Nein ein. Es gibt aber eine Ausnahme – zwischen Basel und Birsfelden – und man kann erst noch darüber gehen oder fahren. Der neue Birskopfsteg hat den Namen «Schwebender Asphalt» und ist seit Montag offen. Rund viereinhalb Jahre nachdem der alte Steg geschlossen werden musste, gibt es nun wieder mehr als lediglich ein Provisorium, das Basel mit der Vorortsgemeinde Birsfelden verbindet. Die Holzbrücke hatte zwar auch ihren Charme, war aber nicht auf Dauer angelegt. Sie wurde errichtet, weil am 22. Juni 2007 kurz nach 20 Uhr eines der insgesamt sechs Schrägseile der alten Brücke gerissen war. Zwar wurde dabei niemand verletzt, aber die Brücke musste wegen Einsturzgefahr sofort gesperrt werden.

Danach kam es zur kurzen Auseinandersetzung zwischen dem Basler Baudepartement und der Gemeinde Birsfelden. Diese wollte kein Provisorium, sondern direkt eine neue Brücke bauen. Nach einer klärenden Besprechung schrieb Basel ein Provisorium aus, erhielt aber zunächst keine Offerte zu einem Preis, der den Vorstellungen entsprach. Höchstens 500'000 Franken sollte es kosten, die Offerte belief sich auf 700 000 Franken. Erst die zweite Ausschreibung führte zum Erfolg und zur mittlerweile bestens bekannten Holzbrücke über die Birs. Mitte April 2008 wurde sie montiert, gekostet hat sie 450'000 Franken.

«Die Holzbrücke wird am kommenden Dienstagmorgen abgerissen», verrät André Frauchiger, Sprecher des Tiefbauamts im Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt. «Deshalb sind beide Brücken ab acht Uhr gesperrt und die neue erst wieder gegen Abend offen.» Wer die Birs trotzdem überqueren wolle, müsse die Zürcherstrasse benützen, erklärt Frauchiger.

Ecken und Kanten

Der Wettbewerb für einen neuen Birskopfsteg im Herbst 2008 wurde genutzt, um eine breitere Brücke – 4,5 statt 3,24 Meter – zu erhalten. Die alte genügte mit Blick auf die notwendigen Kapazitäten für Fussgänger und Velofahrer schon länger nicht mehr. Neun Vorschläge gingen im Rahmen einer Totalunternehmer-Submission ein. Das Projekt «Schwebender Asphalt» der Arbeitsgemeinschaft Birskopf Basel/Birsfelden der Firmen Huber Straub AG, Basel, Schneider Stahlbau, Jona, ZPF Ingenieure AG + Bänziger Partner AG, Basel, sowie Christ und Gantenbein Architekten, Basel, siegte. Mit dem Bau der 74 Meter langen Stahlbrücke wurde im Juli des vergangenen Jahres begonnen, im September konnten die Brückenelemente zusammengesetzt werden und eigentlich hätte der neue Steg bereits im Dezember eröffnet werden sollen. Verzögerungen gab es aber wegen des Brückengeländers. «An den Übergängen gab es Ecken und Kanten», sagt Frauchiger, «das war nicht akzeptabel, denn wir wollten eine einwandfreie, schöne Brücke.»

Diese wird Ende April oder Anfang Mai offiziell und feierlich eingeweiht. «Bis dahin müssen noch Umgebungsarbeiten ausgeführt werden», sagt Frauchiger. Zum Beispiel werden die Brückenköpfe des Provisoriums entfernt. Die Kosten für den neuen Birskopfsteg belaufen sich auf insgesamt 2,4 Millionen Franken. Den Hauptteil von 960'000 Franken trägt der Bund mit seinem Agglomerationsprogramm, der Kanton Basel-Stadt übernimmt 720'000, Basel-Landschaft 480'000 und die Gemeinde Birsfelden 240'000 Franken. (Basler Zeitung)

Erstellt: 10.03.2012, 14:02 Uhr

Artikel zum Thema

Neue Birsbrücke einen Schritt weiter

LAUFEN Die Baselbieter Regierung hat dem Landrat einen Projektierungskredit für eine neue Brücke in Laufen beantragt. Mehr...

Neue Brücke soll Birskopfsteg bei Birsfelden ersetzen

Der Birskopfsteg zwischen Basel und Birsfelden soll durch eine neue, breitere Brücke ersetzt werden: Die zuständigen Behörden wollen im Herbst einen Wettbewerb ausschreiben. Am alten Steg war 2007 das Hängekabel gerissen. Mehr...

Das Immobilien-Portal für Basel und die Region

Kommentare

Die Welt in Bildern

Haben keine Höhenangst: Zwei Fensterputzer haben sich in Tokyo als Hund und Wildschein verkleidet. Die beiden Tiere sind in Japan die Sternzeichen dieses und des nächsten Jahres. (13. Dezember 2018)
(Bild: Kim Kyung-Hoon) Mehr...