Pratteln

Ein Turm als neues Wahrzeichen

In Pratteln entsteht ein neues Quartier mit Büros, Läden und Wohnungen. Im Helvetia-Tower werden 124 Wohnungen «mit einer atemberaubenden Aussicht» entstehen.

Vier Baufelder, sechs Gebäude. Im Vierfeld wird gross angerichtet.

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Die Baugrube ist imposant gross. Kräne ragen in den Himmel. Die Fundamente sind bereits ausgehoben, zum Teil schon betoniert. Gestern fand auf der Baustelle die offizielle Grundsteinlegung unweit des Bahnhofs Pratteln statt. «4F» stand auf dem Magnet, den die Gäste als Erkennungszeichen erhielten. 4F steht nicht für das alte Turnermotto «frisch, fromm, fröhlich, frei», sondern für «Vierfeld», wie die Überbauung genannt wird.

Auf dem zentral und verkehrsgünstig gelegenen Gelände im Gebiet Zehntenstrasse, Gottesackerstrasse und Tramstrasse entstehen bis im Herbst 2016 auf vier Baufeldern sechs Gebäude, darunter ein 75 Meter hoher Turm mit 300 Wohnungen sowie – auf 9000 Quadratmetern Fläche – Raum für Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe.

Platz für die Bevölkerung

Für Stephan Wüstemann von der Baufirma Implenia erhalte Pratteln «einen neuen Magnet». Geschaffen werde ein Zentrum als attraktiver Wohn- und Arbeitsraum. Das Architekturbüro Otto (Liestal) habe ein überzeugendes Projekt ausgearbeitet. Als Investoren am Projekt beteiligt sind die Pensionskassen der Migros, der Mobiliar- sowie der Helvetia-Versicherung.

Der Turm erhält den Namen Helvetia-Tower. Darin, so Helvetia-Projekt­leiter Till Lokai, werden 124 Wohnungen «mit einer atemberaubenden Aussicht» entstehen. Läden, Praxen, Büros und Gastronomiebetriebe werden zudem hier ihre Dienstleistungen anbieten. Vor dem Gebäude wird ein Platz als Begegnungsort für die Bevölkerung dienen.

Wohnen und Pflege für Senioren

Die Migros-PK ihrerseits wird in ihrem beiden Gebäuden Focus und Aurora insgesamt 100 Wohnungen realisieren. Mit dem Investieren in «Wohnraum an guter, zentraler Lage» setze die Migros hier eine lange Tradition fort, sagte Reto Schär.

Wohnen im Alter steht im Vordergrund der Bauten, welche Mobiliar erstellen wird. Gemäss Christoph Stäger realisiert Mobiliar ein Alters- und Pflegezentrum sowie drei Mehrfamilienhäuser. Für betreutes Wohnen stehen künftig 48 Pflegeplätze und 45 Seniorenwohnungen zur Verfügung. Dazu kommen 28 Wohnungen mit Dienstleistungen für Senioren, die von Fall zu Fall vom Angebot des Alters- und Pflegeheims profitieren wollen. Schliesslich werden 16 konventionelle 2,5- und 3-Zimmer-Wohnungen erstellt.

«Heute ist ein Freudentag für Pratteln», sagte Gemeinderat Rolf Wehrli. Er freue sich, dass viel Raum für neue Einwohner und Arbeitsplätze geschaffen werde und er erinnerte daran, dass die Prattler Stimmberechtigten vor vier Jahren an der Urne dem Quartierplan Coop-Häring-Areal zugestimmt hätten. Dem Gemeinderat sei es wichtig, dafür zu sorgen, «dass sich Investoren in Pratteln wohlfühlen».

Arbeit während dem Festakt

Schon die alten Mayas, Ägypter und Römer hätten den Brauch der Grundsteinlegungen gekannt, sagte Wehrli. Damit wollte man den Segen der Götter erflehen: Ein Quäntchen von diesem alten Glauben steckt noch in uns. Deshalb wünschte der Gemeinderat den am Bau beteiligten Firmen eine «unfall- und verzögerungsfreie Bauzeit».

Während die Vertreter von Gemeinde und Bauherrschaft eine Kassette mit Dokumenten vergruben, waren auf der Baustelle zahlreiche Bauarbeiter an der Arbeit. Frisch ist noch die Baugrube, fromm waren die Wünsche für das gute Gelingen, fröhlich die Gäste an der Grundsteinlegung und frei von Sorgen wünschen sich alle die Bauphase – und die Zeit danach. (Basler Zeitung)

Erstellt: 25.08.2013, 11:19 Uhr

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