Arlesheim

In Arlesheim werden Roboter gebaut

In Arlesheim ist ein «Kompetenzzentrum für Industrie 4.0» geplant. Hier sollen Roboter von Robotern gebaut werden. Menschliche Arbeitskräfte werden aber auch eingesetzt.

Auf diesem Areal soll das Kompetenzzentrum entstehen.

Auf diesem Areal soll das Kompetenzzentrum entstehen.

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Auf einem vom Kanton Baselland an private Investoren verkauften Grundstück im Schorenareal in Arlesheim soll ein Kompetenzzentrum für Industrie 4.0 entstehen. Die uptownBasel AG plant als erste Bauetappe ein Gebäude für Roboter-Technologien mit rund 300 Arbeitsplätzen.

Das geplante Gewerbe-, Büro- und Produktionsgebäude auf dem ehemaligen ABB-Gelände soll auf rund 6000 m2 gebaut werden, wie die Verantwortlichen der uptownBasel AG am Montag vor den Medien in Arlesheim sagten. Im 24 Meter hohen Gebäude ist eine eine Nutzfläche von 18'000 m2 auf verschiedenen Ebenen vorgesehen.

Die neugegründete uptownBasel AG plant die Eingabe eines Baugesuchs für kommendes Frühjahr. Mit dem rund zweijährigen Bau soll um den Jahreswechsel 2017/2018 begonnen werden, wie es weiter hiess. Die Investitionskosten stünden noch nicht fest. Verhandlungen mit einem potentiellen Nutzer des «Industrie 4.0«-Gebäudes hätten begonnen.

Roboter bauen Roboter

Mit dem in Deutschland entstandenen Modewort «Industrie 4.0» wird die zunehmende Vernetzung von Arbeits- und Produktionsprozessen mit dem Internet bezeichnet. Virtuelle und physische Welten wachsen zusammen. Industrie 4.0 ist somit als Fortsetzung zu verstehen nach der Mechanisierung im 18. Jahrhundert, der Elektrifizierung im 20. Jahrhundert und der Automatisierung in den 1970-er Jahren.

Im ersten neuen Gebäude auf dem Grundstück im Schorenareal sollen gemäss den Verantwortlichen Roboter kleinere Roboter bauen, wie sie etwa in der Medizinaltechnik eingesetzt werden. Vorgesehen ist im Erdgeschoss eine hohe Produktionshalle, ein Zwischengeschoss mit der Gebäudetechnik und darüber zwei Stockwerke mit Büroflächen.

Mit dem im Frühjahr von der Gemeindeversammlung Arlesheim verabschiedeten neuen Zonenplan sollen in Teilen des Schorenareals neu Gebäude von bis zu 24 Metern Höhe entstehen dürfen. Derzeit liegt die Limite bei 18 Metern.

Der kommunale Zonenplan muss noch von der Kantonsregierung bewilligt werden. Zurzeit seien Einsprachen hängig, die jedoch gemäss Gemeindepräsident Markus Eigenmann nicht das Schorenareal betreffen.

750 Arbeitsplätze in zehn Jahren

Die Stamm Bau AG und uptownBasel AG hatten das 60'000 m2 grosse Grundstück per 1. September dem Kanton abgekauft, der es 1994 von der ABB erworben hatte. Die Stamm Bau AG hatte den nördlichen Teil schon seit 2011 im Baurecht genutzt. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Stamm-Bau-AG-Verwaltungsratspräsident Thomas Staehelin und dessen Ehefrau sind Besitzer der uptownBasel AG.

Die Käufer des Grundstücks haben sich gegenüber dem Kanton verpflichtet, innert zwei Jahren nach der Eigentumsübertragung ein bewilligungsfähiges Baubegehren für eine erste Etappe einzureichen. Sobald die Baubewilligung rechtskräftig vorliegt, müsse innerhalb eines Jahres mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Insgesamt plant die uptownBasel AG für das Areal fünf Bauetappen. Entstehen sollen 60'000 m2 Nettonutzungsflächen, was Platz für rund 750 Arbeitsplätze bieten soll. Längerfristig sollen auf dem Areal insgesamt 400 bis 500 Millionen Franken investiert werden. Die Verantwortlichen planen mit einem Zeithorizont von rund zehn Jahren. (amu/sda)

Erstellt: 26.09.2016, 14:13 Uhr

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