Reinach

Anlass der «Grauen Wölfe» abgesagt

Die türkischen Ultranationalisten wollten in der Region Basel für Erdogans Staatsreform werben. Jetzt verbietet die Polizei die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen.

Gelten als gefährlich: Ein türkischer Demonstrant zeigt das typische Zeichen der nationalistischen Gruppe «Graue Wölfe» in Deutschland (Archiv).

Gelten als gefährlich: Ein türkischer Demonstrant zeigt das typische Zeichen der nationalistischen Gruppe «Graue Wölfe» in Deutschland (Archiv). Bild: Keystone

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Am Samstag wollten die Grauen Wölfe in Reinach BL unter dem Vorwand einer Kulturveranstaltung für das Präsidialsystem des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan werben. Die Grauen Wölfe gelten als gefährlich. Den türkischen Ultranationalisten werden das Attentat auf Papst Johannes Paul II. im Jahr 1981 sowie Angriffe auf Kurden wie die Amokfahrt an einer Demonstration 2005 in Bern zur Last gelegt.

Nun wird bekannt: Die Polizei verbietet den Anlass. Nach den neusten Entwicklungen ist die Polizei Basel-Landschaft in ihrer Lagebeurteilung zum Schluss gekommen, dass die Sicherheit und öffentliche Ordnung für die Bevölkerung unter den neuen Voraussetzungen nicht mehr gewährleistet sei, heisst es in einer Mitteilung. Damit sind die Veranstaltung der Gauen Wölfe in Reinach, sowie jegliche Gegenbewegungen verboten. Die Polizei Basel-Landschaft werde das Verbot entsprechend durchsetzen.

Antifa rief zu Gegen-Demo auf

Zuvor rief die Antifa unter der Parole «Kein Fussbreit den Grauen Wölfen» auf Facebook zu einer Demonstration gegen die Veranstaltung der Grauen Wölfe auf.

Artikel übernommen und gekürzt von «20 Minuten».

Erstellt: 17.03.2017, 16:02 Uhr

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