Liestal

EBL bläst Windpark-Projekt auf dem Schleifenberg ab

Das Windpark-Projekt auf dem Schleifenberg ob Liestal ist nicht rentabel. Die Elektra Baselland will darum das Projekt sistieren, bis höhere Subventionen die Finanzierung ermöglichen.

Auf dem Schleifenberg bläst der Wind stärker als vorangegangene Messungen hätten erwarten lassen. Trotzdem lohnt sich ein Windpark für die EBL derzeit nicht.

Auf dem Schleifenberg bläst der Wind stärker als vorangegangene Messungen hätten erwarten lassen. Trotzdem lohnt sich ein Windpark für die EBL derzeit nicht.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Ein Windpark-Projekt auf dem Schleifenberg ob Liestal wird abgeblasen: Zwar sei der Wind stark genug und seien die Anlagen billiger geworden, doch sei die Finanzierung zu unsicher, teilte die Elektra Baselland (EBL) am Dienstag mit. Daher werde das Projekt sistiert.

Die im Dezember abgeschlossene einjährige Windmessung habe gezeigt, dass auf dem nördlich des Kantonshauptortes gelegenen Schleifenberg der Wind stärker blase als vorangegangene Messungen hätten erwarten lassen. Laut EBL besteht das Potenzial, dort mit Windstrom aus drei Turbinen Strom für rund 4500 Haushalte zu generieren. Flaute herrscht jedoch beim Geld: Die zu erwartenden Erträge deckten die Projektrisiken und die Realisierungskosten nur «derzeit noch nicht ausreichend», hiess es weiter. So sei etwa ungewiss, ob das Projekt eine Einspeisevergütung bekäme. Zudem seien die erhältlichen Strompreise zu tief.

Die Projektpartner EBL und ADEV haben sich daher gemäss Communiqué entschlossen, das Projekt so lange auf Eis zu legen, «bis neue politische und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen eine ausreichende Erfolgsaussicht für die Projektumsetzung bieten».

Bei Gesamtkosten von rund 30 Millionen Franken würde das Projekt mit einer Einspeisevergütung (KEV) wohl aufgehen, sagt der designierte EBL-Chef Tobias Andrist auf Anfrage. Diese sei beim Bund zwar beantragt, aber angesichts der Wartelisten und der absehbaren Energiepolitik seien die Chancen, eine zu bekommen, realistischerweise «gleich null».

Das Schleifenberg-Windprojekt bräuchte neben einer Baubewilligung, die vorab eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfordert, auch eine Umzonung. Wenn all das abgesegnet ist, könnten die drei Masten innert etwa eines halben Jahres erstellt werden. (amu/sda)

Erstellt: 26.06.2018, 10:32 Uhr

Artikel zum Thema

Vorerst gibt es keinen Windpark in Liesberg

Liesberg Weil die staatlichen Subventionen gekürzt wurden, lohnt sich für die EBM das Windparkprojekt nicht mehr. Bis das Fördergeld wieder sprudelt, bleibt das Projekt sistiert. Mehr...

Windkraft-Gegner setzen sich durch

Füllinsdorf Das Referendum in Füllinsdorf wurde deutlich abgelehnt. Das ist ein Rückschlag für die alternative Energie in der Region. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Kommentare

Die Welt in Bildern

Kein Ball aber viel Rauch: Der Fussballer Tyler Roberts von Wales steht beim Spiel gegen Dänemark in Cardiff im Dunstkreis von einer Fan-Fackel. (17. November 2018)
(Bild: Matthew Childs) Mehr...