Liesberg

Vorerst gibt es keinen Windpark in Liesberg

Weil die staatlichen Subventionen gekürzt wurden, lohnt sich für die EBM das Windparkprojekt nicht mehr. Bis das Fördergeld wieder sprudelt, bleibt das Projekt sistiert.

Mit dem Windpark in Liesberg hätte ursprünglich der Strombedarf von 4500 Haushalten abgedeckt werden sollen (Symbolbild).

Mit dem Windpark in Liesberg hätte ursprünglich der Strombedarf von 4500 Haushalten abgedeckt werden sollen (Symbolbild). Bild: Kurt Tschan

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Die Elektra Birseck Münchenstein (EBM) sistiert ihr Windparkprojekt in Liesberg. Von den mit der Energiestrategie 2050 ausgebauten Fördermassnahmen für erneuerbare Energien profitiere die Windkraft nur begrenzt, teilte die EBM am Montag mit. Viele Gelder aus der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) seien zudem bereits zugewiesen. Die Vergütungsdauer werde ausserdem von 20 auf 15 Jahre reduziert.

Das heutige KEV-Modell soll im Weiteren nur noch bis 2022 laufen und durch eine noch unbekannte Nachfolgelösung ersetzt werden. Durch diese veränderten Rahmenbedingungen lässt sich das Projekt Windpark Liesberg gemäss EBM nicht wirtschaftlich betreiben.

Die Werte der Windmessungen, die während zwei Jahren aufgezeichnet worden waren, lagen zudem unter den Erwartungen der EBM. Die erwarteten durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von 5 Metern pro Sekunden seien um rund zehn Prozent unterschritten worden.

Die EBM war ursprünglich davon ausgegangen, dass mit dem Windpark in Liesberg der Strombedarf von 4500 Haushalten hätte abgedeckt werden können. Der Baselbieter Landrat hatte 2015 das Potentialgebiet für Windenergieanlagen im kantonalen Richtplan verankert.

Die EBM will nun die Entwicklungen bei der Windenergietechnologie sowie bei den regulatorischen Parametern beobachten. Wenn die Wirtschaftlichkeit eines Windprojekts in Liesberg gegeben wäre, würde sie das Projekt mit der Burgerkorporation wieder aufnehmen. (amu/sda)

Erstellt: 28.05.2018, 16:46 Uhr

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