Basel

Mehr Dreckwasser in kommunaler Kläranlage

Instabiler Zustand: Im gereinigten Wasser kam es zu Grenzüberschreitungen bei diversen ungelösten Stoffen. Die ARA Basel soll ausgebaut und aufgerüstet werden.

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Die kommunale Abwasserreinigungsanlage ARA Basel hat 2016 mit 30,4 Millionen Kubikmetern 5,6 Prozent mehr Dreckwasser geklärt als im Vorjahr. In der Basler Industrie-Kläranlage ARA Chemie ging die Abwassermenge gegenüber 2015 dagegen um 2 Prozent auf 1,16 Millionen Kubikmeter zurück.

Die Zunahme des Abwassers in der ARA Basel ist auf eine 43 Prozent höhere Niederschlagsmenge gegenüber 2015 zurückzuführen, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht der ProRheno AG zu entnehmen ist. Wie schon in den Vorjahren kam es im gereinigten Wasser an einzelnen Tagen zu Grenzwertüberschreitungen bei den ungelösten Stoffen und beim gelösten organischen Kohlenstoff.

Um den instabilen Zustand zu beheben, soll die ARA Basel ausgebaut und aufgerüstet werden. Damit soll es künftig möglich sein, Stickstoff und organische Spurenstoffe weitgehend aus dem Abwasser zu entfernen. Die Inbetriebnahme der Erweiterung ist gemäss Webseite für 2023 geplant.

Kröten, Frösche und Molche

In der ARA Chemie traten im vergangenen Jahr bei ungünstiger Abwasserzusammensetzung ebenfalls vereinzelte Grenzwertüberschreitungen auf, wie es im Jahresbericht weiter heisst. Die gesetzlichen Anforderungen seien indes gut eingehalten worden. Wegen des Rückgangs der Abwassermenge war in der ARA Chemie weiterhin nur eine von drei Reinigungsstrassen in Betrieb.

Die Schlammverbrennungsöfen belieferten das Fernwärmenetz im vergangenen Jahr mit einer Heizleistung von rechnerisch rund 5000 Wohnungen. Mitarbeitende haben zudem 1128 Kröten, Frösche und Molche aus dem Abwasser gefischt und in den Langen Erlen ausgesetzt.

Die Betriebskosten der ProRheno AG stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent auf netto 15,3 Millionen Franken. Dies war gemäss Bericht 9,2 Prozent unter dem Budgetantrag. Die Investitionsrechnung schloss mit Ausgaben von 6,1 Millionen Franken. Sie lag 25 Prozent unter dem Budget und rund 1,5 Millionen Franken über den Vorjahr. (dou/sda)

Erstellt: 24.08.2017, 15:59 Uhr

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