Baselbiet wächst dank Stadtflucht und Ausländern

Die Wohnbevölkerung ist im Kanton Baselland dank Zuzügern auch 2015 weiter angewachsen. Erstmals seit Jahrzehnten hat es im Baselbiet 2015 mehr Todesfälle als Geburten gegeben.

Der Bezirk Sissach verzeichnete letztes Jahr das stärkste Wachstum.

Der Bezirk Sissach verzeichnete letztes Jahr das stärkste Wachstum. Bild: Kostas Maros

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Die Einwohnerzahl steigt im Kanton Basel-Landschaft seit 1993 ohne Unterbruch an. 2015 lag das Wachstum mit 0,8 Prozent indes leicht unter dem Vorjahreswert von 0,9 Prozent, wie aus den am Donnerstag vom Statistischen Amt veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Insgesamt lebten letztes Jahr 284'960 Menschen im Baselbiet. Das sind 2309 mehr als im Vorjahr.

Erstmals seit Jahrzehnten hat es im Baselbiet 2015 mehr Todesfälle als Geburten gegeben: 2558 Menschen sind auf die Welt gekommen, 2564 dagegen verstorben. Das führte zu einem Geburtensaldo von minus 6 Personen, gegenüber plus 140 Personen im Vorjahr.

Zu verdanken ist das Bevölkerungswachstum im vergangenen Jahr demnach einem positiven Wanderungssaldo von 2317 Personen: 22'075 Personen liessen sich neu im Baselbiet nieder. Dagegen verliessen nur 19'758 Menschen den Kanton. Während die Zahl der Schweizer unter dem Strich um 179 sank, resultierte bei den Ausländern eine Zunahme um 2496. Der Ausländeranteil stieg so von 21,7 auf 22,3 Prozent.

Wachstum dank unzufriedenen Ex-Baslern

Die zweitgrösste Gruppe der Neuzuzüger wohnte vorher im Stadtkanton: 3654 Menschen verliessen Basel-Stadt und zügelten ins Baselbiet. In die andere Richtung wechselten im letzten Jahr nur 2561 Personen den Kanton. Die grösste Gruppe der Nezuzüger ist hingegen aus dem Ausland in den Landkanton gekommen. Insgesamt 1005 mehr Personen sind aus EU-Staaten eingereist als in EU-Länder weggezogen. Der Wanderungssaldo mit dem restlichen Ausland beträgt 684 Personen.

Das stärkste Wachstum verzeichnete letztes Jahr der Bezirk Sissach. Dort nahm die Einwohnerzahl um 1,6 Prozent auf 35'482 Personen zu. Auf Rang zwei folgt der Bezirk Liestal mit einer Zunahme um 1,1 Prozent auf 59'497 Personen.

Der bevölkerungsreichste Bezirk Arlesheim legte dagegen nur um 0,6 Prozent auf 154'304 Personen zu. Die gleiche Wachstumsrate wurde im Bezirk Laufen registriert mit 19'695 Einwohnerinnen und Einwohnern. Im Bezirk Waldenburg war die Zunahme mit 0,2 Prozent auf 15'982 Personen am tiefsten. (amu/sda)

Erstellt: 31.03.2016, 12:03 Uhr

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