Katholiken planen Basler Synode

Das Treffen wird im kommenden April die gleichberechtigte Zulassung von Frauen und verheirateten Mänern behandeln. Das Budget 2015 wurde deutlich verabschiedet.

Sucht einen neuen Verwalter: Ivo Corvini, Präsident der Baselbieter Landeskirche.

Sucht einen neuen Verwalter: Ivo Corvini, Präsident der Baselbieter Landeskirche. Bild: Pino Covino

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Die Frage der Gleichberechtigung wird auch im kommenden Jahr eine gewichtige Rolle in den katholischen Kirchen beider Basel spielen: Die Ende September angenommene Verfassungsänderung mit dem Ziel der gleichberechtigten Zulassung von Frauen und verheirateten Männern zum Priesteramt wird wohl in der Landeskirche Baselland zum 1. Januar in Kraft treten, wie Landeskirchenpräsident Ivo Corvini am Donnerstagabend während der ­Synode in Liestal sagte.

Die Verfassungsänderung liege derzeit dem Regierungsrat zur obligatorischen Genehmigung vor. Mitte April sei zudem ein gemeinsames Treffen aller Synodalen aus Basel-Stadt, dem Baselbiet sowie dem Basler Bischof Felix Gmür vorgesehen, bei dem die Initiative ebenfalls ein Thema sein werde.

Verwalter gesucht

Die Baselbieter Landeskirche ist unterdessen noch ohne neuen Verwalter, nachdem die Kirchenleitung dem bisherigen Verwalter Patrick Schäfli jüngst gekündigt hatte. «Die Kündigung ist angefochten worden und bei der landeskirchlichen Rekurskommission hängig», sagte Corvini zum Verfahren. Die Stelle sei unterdessen neu ausgeschrieben worden und aktuell würden Bewerbungen gesichtet. Auf die Gründe für die Trennung ging Corvini nicht näher ein, sagte allerdings: «Die Kündigung hat nichts mit der politischen Einstellung von Patrick Schäfli zu tun.»

Im Zentrum der eigentlichen Beratungen in Liestal standen Budgetfragen, um die intensiv gerungen wurde. Der Finanzplan für 2015 wurde mit grosser Mehrheit verabschiedet. Das rund 11,2 Millionen Franken umfassende Budget dürfte auf einen Überschuss von rund 750'000 Franken am Jahresende hinauslaufen. Anträge, das Plus teilweise für die Arbeit in den Kirchgemeinden oder für den in den kommenden Jahren anstehenden Aufbau von Pastoralräumen einzusetzen, lehnten die Synodalen allerdings ab. Der Überschuss – so das Argument des Landeskirchenrates – beruhe vorwiegend auf der im Vergleich zum Vorjahr höheren Schätzung der Kirchensteuer.

Spende für Kriegsopfer

Zugestimmt hat die Synode einer Spende in Höhe von 100'000 Franken an Caritas Schweiz für Kriegsvertriebene in Syrien und im Nordirak. Die Vakanz der Verwalterstelle war auch in der Finanzdebatte ein Thema, da der Landeskirchenrat keine Budgetsicherheit in dieser Position habe. Einen kritischen Kommentar zur früheren Vorbereitung der Budgetdiskussion gab der Präsident der Prüfungskommission, Viktor Lenherr, ab: Noch nie habe es bei einer Synode so gute Unterlagen für die Budgetplanung gegeben. «Diese wollten wir schon lange so. Kaum gibt es eine Vakanz, dann erhalten wir sie.»

In der Landeskirche steht noch eine weitere personelle Veränderung an: Kristin Gubler Borer, Vizepräsidentin des Landeskirchenrates, tritt aus beruflichen Gründen Ende Juni 2015 zurück. (Basler Zeitung)

Erstellt: 06.12.2014, 16:46 Uhr

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