Urs Wüthrich macht bis 2015 weiter

Der Baselbieter Regierungsrat Urs Wüthrich (SP) wird zu den Wahlen 2015 nicht mehr antreten. Ein vorzeitiger Rücktritt ist aber kein Thema.

Bild: Nicole Pont

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Die Gerüchte haben sich bestätigt: Der Baselbieter SP-Regierungsrat Urs Wüthrich verzichtet auf eine erneute Kandidatur nach Ablauf seiner Amtszeit im Jahr 2015. Seine Partei hat diesen Entscheid am Mittwoch bekanntgegeben.

Den Entscheid habe er bereits im letzten Herbst getroffen und mit seiner Familie und der Parteileitung abgesprochen, heisst es in einer knappen Medienmitteilung. Weiter schreibt die Partei, dass damit «die Voraussetzungen geschaffen werden, dass die SP Baselland frühzeitig die Planung und Vorbereitung der Regierungswahlen 2015 an die Hand nehmen kann».

Honorar-Affäre kein Thema

Über die Honorar-Affäre verliert die Parteileitung hingegen kein Wort. Dem Bildungsdirektor wird angelastet, 28'000 Franken an Sitzungsgeldern ­privat kassiert zu haben. Längst ist auch der Druck aus den eigenen Reihen gestiegen. Für den Vorstand der SP Liestal und Umgebung steht jedenfalls fest: «Urs ist nicht mehr wählbar.»

Die Ortssektion hatte mit einer Stellungnahme ihrem Regierungsrat unmissverständlich klargemacht, dass sie sein Verhalten in der Honoraraffäre nicht toleriert. «Urs Wüthrich hat die offensichtlich bestehenden Unklarheiten nicht infrage gestellt. Er ist daran beteiligt – ganz unabhängig davon, wie viel Geld effektiv in seine Taschen geflossen ist. Eine Rücktrittsforderung ist darum nicht abwegig», hiess es. Der Zeitpunkt der Mitteilung dürfte deshalb kein Zufall sein.

Wüthrich bekräftigt jedoch heute seine Absicht, sein Regierungsamt bis zum Abschluss der laufenden Amtsperiode wahrzunehmen. (amu/ale)

Erstellt: 15.01.2014, 11:03 Uhr

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