Landschreiber will doch nicht mehr

Der Baselbieter Landschreiber Peter Vetter zieht seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit zurück. Er wird per 1. April 2018 Partner in einer Basler Anwaltskanzlei.

Kräfteverschleiss: Der letzte Bericht der (GPK) des Landrats hatte unter anderem Schwachstellen bei der Führung der Landeskanzlei aufgezeigt.

Kräfteverschleiss: Der letzte Bericht der (GPK) des Landrats hatte unter anderem Schwachstellen bei der Führung der Landeskanzlei aufgezeigt. Bild: Nicole Pont

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Den Rückzug seiner Kandidatur begründet Vetter in seinem Schreiben an die Spitzen von Landrat und Regierung mit dem grossen Kräfteverschleiss, wie es in einer Mitteilung der Landeskanzlei vom Dienstag heisst. Die hohen Anforderungen und der grosse Aufwand hätten ihn viel Substanz gekostet. Er sei sich nicht mehr sicher, ob er das Amt noch vier oder gar acht Jahre hätte weiterführen können.

Um ernsthaften Schwierigkeiten vorzubeugen, trete er im November nicht mehr zur Wiederwahl an. Den Entscheid habe er schweren Herzens getroffen, insbesondere wegen der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung sowie der jüngsten Vertrauensbeweise, die er von den politischen Instanzen im Kanton erhalten habe.

Schwachstellen bei der Führung

Der letzte Bericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Landrats hatte unter anderem Schwachstellen bei der Führung der Landeskanzlei aufgezeigt. In der Parlamentsdebatte zum Bericht Ende August erhielt der Landschreiber, welcher der SP angehört, indes Rückendeckung von den meisten Parteien. In der Debatte gefallene Aussagen des GPK-Präsidenten (SVP) wurden scharf kritisiert.

Der Landrat hatte den 1962 geborene Vetter im November 2013 zum Landschreiber gewählt. Der Jurist trat die Nachfolge von Alex Achermann an, der 2011 ins Amt gewählt worden war und auf eine Wiederwahl verzichtete. Ab 1. April 2018 tritt Vetter gemäss Mitteilung als Partner in die Basler Anwaltskanzlei SwissLegal Dürr + Partner ein. (sda)

Erstellt: 12.09.2017, 14:55 Uhr

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