Die Architekten für den neuen Bahnhof Waldenburg sind bekannt

Die Bachelard Wagner Architeckten haben die Ausschreibung für das Projekt Bahnhof Waldenburg gewonnen.

Dieses Bild wird sich drastisch verändern.

Dieses Bild wird sich drastisch verändern. Bild: Hannes-Dirk Flury

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Der Bahnhof Waldenburg soll nach Plänen von Bachelard Wagner Architekten gebaut werden. Dieses Basler Team hat eine zwölfköpfige Jury einstimmig aus 17 Offerten ausgewählt. Bis Ende Jahr soll das Vorprojekt auf dem Tisch liegen.

Der Bahnhof-Neubau in Waldenburg ist Teil der Totalerneuerung der Waldenburgerbahn (WB). Bei dieser werden insbesondere die Schienen von der alten Sonder-Schmalspur von 75 Zentimetern auf die übliche Einmeter-Schmalspur umgebaut und das gesamte Rollmaterial ersetzt. Künftig wird die WB mit der doppelten Anzahl Züge unterwegs sein.

Am bestehenden Bahnhof in Waldenburg fehlen dazu nicht nur Depot-Plätze, sondern die künftigen Züge werden auch länger sein als die alten. Als Endstation sind zudem Bushaltestellen und Passagier-Wartegelegenheiten mitzuplanen. Überdies sind dort Unterhalts-Werkstätten einzurichten und ein Stellwerk zu ersetzen. Das Siegerprojekt von Bachelard Wagner Architekten trenne Publikums- und Betriebsräume klar und wirke sich positiv auf den nördlichen Ortseingang aus, teilte die Baselland Transport (BLT) am Donnerstag mit. Zudem sei das Kosten-/Nutzen-Verhältnis «überzeugend», liess sich BLT-Direktor Andreas Büttiker zitieren.

38 Millionen

Die Kosten für den Bahnhof-Um- und -Neubau in Waldenburg schätzt die BLT derzeit auf rund 38 Millionen Franken. Davon entfällt etwa die Hälfte auf die Schieneninfrastruktur. Unter dem Strich wird die WB-Totalerneuerung auf 250 Millionen Franken geschätzt - das Bundesamt für Verkehr hat dafür 170 Millionen Franken eingestellt.

Die WB-Umbauten werden zeitlich koordiniert mit dem umfassenden Umbau des SBB-Bahnhofs Liestal; 2022 fährt die WB deshalb ein Jahr lang mit Bussen statt als Bahn. Der Umbau des Bahnhofs Waldenburg soll - sofern der Bund grünes Licht gibt - Mitte 2020 beginnen. Seine Inbetriebnahme ist im Dezember 2022 geplant. Die WB war im vergangenen Jahr in die BLT integriert worden. In der BLT waren 1974 bereits die früheren Birsigtalbahn (BTB), Birseckbahn (BEB), Trambahn Basel-Aesch (TBA) und Basellandschaftliche Überlandbahn (BUeB) aufgegangen. Die WB behält dabei ihren Namen. (jue)

Erstellt: 09.02.2017, 11:02 Uhr

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