Tod in Muttenzer U-Haft: Verfahren eingestellt

Nach dem Tod eines Häftlings im Muttenzer Untersuchungsgefängnis ist die Strafuntersuchung eingestellt worden. Das Morphin, an dem er gestorben war, dürfte ein Medikament gewesen sein. Dritteinwirkung schliesst die Staatsanwaltschaft aus.

Strafjustizzentrum Muttenz: Wie kam das Morphin ins Untersuchungsgefängnis? Die Frage bleibt ungeklärt.

Strafjustizzentrum Muttenz: Wie kam das Morphin ins Untersuchungsgefängnis? Die Frage bleibt ungeklärt. Bild: Alexander Müller

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Das tödliche Morphin war aufgrund des sehr hohen Reinheitsgrades wohl kein Strassenstoff, sondern Bestandteil eines Medikaments. Dies hält die Staatsanwaltschaft nun nach der Obduktion und einem toxikologischen Gutachten fest.

Vieles bleibt unklar

Der Verstorbene habe allerdings kein morphinhaltiges Medikament von den Behörden verordnet bekommen. So bleibt unklar, wie der 27-jährige rumänische Staatsbürger, der sich im vorzeitigen Strafvollzug befand, an den Stoff gelangt war. Ebenfalls offen bleibt, ob der Mann aus Versehen eine zu hohe Dosis erwischte oder sich mit Absicht hatte töten wollen. Einwirkungen von Dritten schliesse die Obduktion jedenfalls aus, hiess es weiter.

Der Mann habe zuvor indes Suizidgedanken geäussert und sei deswegen auch in fachärztlicher Behandlung gewesen. Dennoch sei er «jederzeit hafterstehungsfähig» gewesen. Der 27-Jährige Mann war am 21. Januar im Bett in seiner Zelle tot aufgefunden worden. (sda)

Erstellt: 02.10.2017, 11:53 Uhr

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