Das Auto bleibt daheim

Am Sonntag wird die Mobilitätswoche Basel-Dreiland mit dem muskelkraft getriebenen Happening SlowUp eingeläutet. Die Veranstalter rechnen mit 60'000 Teilnehmern.

Im Drämmli: Dagmar Jenny von den BVB und Regierungsrat Hans-Peter Wessels auf Stadtrundfahrt.

Im Drämmli: Dagmar Jenny von den BVB und Regierungsrat Hans-Peter Wessels auf Stadtrundfahrt. Bild: Tim Loosli

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E-Scooter, Voltaiktaxi, Vaxi und Bobby Car – manchen dürften diese skurrilen Fahrzeuge fremd sein. Das wird sich bald ändern: Das Erproben dieser nicht alltäglichen Vehikel ist eine der vielen Aktivitäten der bevorstehenden Mobilitätswoche Basel-Dreiland.

Interessierte können vom 16. bis 22. September rund 25 Angebote zur nachhaltigen Fortbewegung nutzen. Den Auftakt bildet dabei am Sonntag der autofreie Bewegungsanlass Slow-Up Basel-Dreiland. «Wir konnten mit der Mobilitätswoche an den SlowUp als populäres Flaggschiff andocken», meint Regierungsrat Hans-Peter Wessels (SP).

Zum sechsten Mal können sich diesen Sonntag Tausende nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer durch das Dreiland bewegen. Die 60 Kilometer lange Strecke durch vierzehn Gemeinden in Südbaden, im Elsass und in der Nordwestschweiz steht allem offen, was Muskelkraft zur Bewegung erfordert. Auf der Strecke laden zahlreiche Festplätze die Fussgängerinnen, Velofahrer und Skater zum Verweilen ein.

Der Kanton Baselland hat kürzlich sein Buss- und Bettagsgesetz gelockert, womit den Festivitäten auf der für den Autoverkehr gesperrten Route nichts mehr im Weg steht. Dank der blendenden Wetterprognosen rechnen die Veranstalter mit rund 60'000 Teilnehmern.

Panoramalinie und Buslesung

Die Mobilitätswoche wird zum zweiten Mal vom Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt organisiert. Die Hauptpartnerin BVB sorgt dafür, dass auch ÖV-Benutzer auf ihre Kosten kommen. «Die Tramlinie 15/16 führt durch die schönste Gegend Basels, weshalb wir sie Panorama-Route nennen», sagt Dagmar Jenny, Mediensprecherin der Basler Verkehrsbetriebe. Auf einer 50-minütigen Rundfahrt liefern Tram-Durchsagen geschichtliche Hintergründe und Anekdoten zu den durchfahrenen Quartieren. Zudem werden entlang der Panorama-Linie geführte Spaziergänge angeboten.

Einen weiteren Höhepunkt stellt die etwas andere Bus-Tour «Literatur in Fahrt» dar: Der BVB-Chauffeur und ­Autor Philipp Probst liest dort am Donnerstag aus seinem neuen Kurzkrimi «Tod im 36er». Der «Unort» Haltestelle Tinguely-Museum unter der Autobahnbrücke, wo die Fahrer-Ablösungen stattfinden, habe ihn zu diesem Vorhaben inspiriert, meint der schreibende Buschauffeur.

Auch der Quartiertreffpunkt LoLa im St. Johann ist mit von der Partie. Unter dem Motto «Ryffstrasse rollt» gehört während eines Tages die Strasse den Trottinetts, Skateboards und Rollschuhen. «Wichtig ist, dass die Leute kostenlos spezielle Sachen ausprobieren können. Gleichzeitig wird nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität gefördert», meint Jasmin Fürstenberger, Kommunikationsbeauftragte des Bau- und Verkehrsdepartements.

Das Dreiland steht damit nicht alleine da: Mit den genannten Aktivitäten soll ein Beitrag zur Europäischen Mobilitätswoche geleistet werden. Dieser Anlass wird in rund 1300 Städten und Regionen des Kontinents parallel durchgeführt.

Hier finden Sie alle Informationen zu Slow-Up und der Mobilitätswoche Basel-Dreiland. (Basler Zeitung)

Erstellt: 15.09.2012, 11:55 Uhr

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