30 neue Elektroautos für Basler Carsharing

Catch a Car fährt in Basel künftig elektrisch. Aufgeladen werden die neuen E-Golfs an öffentlichen Ladestationen.

Catch a Car hat 30 Elektroautos in Basel in Betrieb genommen.

Catch a Car hat 30 Elektroautos in Basel in Betrieb genommen.

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Der Schweizer Carsharing-Anbieter Catch a Car baut in Basel seine Flotte aus. Zu den bisherigen 120 VW Up mit Benzinmotor kommen 30 neue VW Golf hinzu, die mit einem Elektromotor angetrieben werden. Die E-Golf stehen den Kunden in Basel seit heute Donnerstag zur Verfügung.

Wie bei den Benzinern werden sich die Kunden auch bei den Elektroautos nicht um das Tanken kümmern müssen. Sobald der Ladestand der Autos unter einen Viertel sinkt, werden die Autos aus dem Netz genommen, sagt Catch-a-Car-CEO René Maeder gegenüber der BaZ. Die Autos können dann nicht mehr gebucht werden, bis sie wieder aufgeladen sind. Ist die Batterie leer, werden die 30 Autos von Mitarbeitern des Unternehmens abgeholt und auf einem der 11 öffentlichen Ladestationen der IWB zum Aufladen abgestellt.

Die Befürchtung, dass diese Ladestationen andauernd von Catch a Car belegt sind, teilt Maeder nicht. Allerdings wollte er mit Verweis auf das Geschäftsgeheimnis nicht sagen, wie gross die Laufleistung der Fahrzeuge ist und wie häufig sie dementsprechend aufgeladen werden müssen. Die einzigen Kennzahlen, die das Unternehmen bekannt gibt, sind die Reichweite der E-Golf, die 300 Kilometer betragen soll, sowie die durchschnittliche Fahrstrecke, für die die Autos eingesetzt werden. Diese betrage 10 Kilometer. Eine Fahrt mit dem E-Golf kostet übrigens genau gleich viel, wie mit dem Benziner: 38 Rappen pro Minute.

E-Auto ersetzt ÖV

Eine Begleitstudie der ETH Zürich hat untersucht, wie sich das Carsharing-Angebot von Catch a Car auf den Verkehr in Basel auswirkt. Laut dieser Studie geben rund sechs Prozent der befragten Nutzer an, den Fahrzeugbestand wegen Catch a Car reduziert zu haben. Gäbe es das Angebot nicht mehr, würden elf Prozent ein eigenes Auto anschaffen. Befragt wurden 508 Kunden von Catch a Car, 580 Mobility-Mitglieder sowie 354 Personen aus einer repräsentative Stichprobe der Basler Bevölkerung.

Die Studie sagt allerdings auch, dass zwar 33 Prozent der Kunden, wegen Catch a Car ihr privates Auto seltener nutzen. Jedoch geben auch 28 Prozent an, seltener Bus und Tram zu fahren. Ersetzt Catch a Car unter dem Strich somit ein Stück weit den öffentlichen Verkehr? Maeder wehrt sich gegen diese Darstellung. «Catch a Car trägt unter dem Strich dazu bei, dass sogar mehr ÖV benutzt wird,» sagt der CEO des Unternehmens. Maeder begründet dies damit, dass viele seiner Kunden auf das Privatauto verzichten und deshalb überdurchschnittlich häufig ÖV fahren.

Tonnenweise CO2 eingespart

Stolz ist das Unternehmen auf eine andere Kennzahl: Die bisher 120 VW UP würden in Basel dank ihres geringen Verbrauchs 175 Tonnen CO2 einsparen verglichen mit den durchschnittlichen Emissionen anderer Autos. Mit der Einführung der Elektro-Golfs dürfte diese Zahl weiter ansteigen.

Ebenso hätten die 120 Benziner dazu geführt, dass 500 Basler auf ein Privatfahrzeug verzichten. Diese Zahl basiert auf einer Hochrechnung aus den Angaben der Studienteilnehmer, die allerdings ohnehin schon unterdurchschnittlich wenig Auto gefahren sind. (Basler Zeitung)

Erstellt: 08.11.2018, 17:45 Uhr

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