Affendame Goma feiert Geburtstag

Goma ist der berühmteste Affe des Basler Zollis. Die Gorilla-Dame feiert nächste Woche ihren 55. Geburtstag. Anlässlich dieses Geburtstags lädt der Zolli zu einem Apéro ein.

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Nächsten Dienstag feiert das Gorilla-Weibchen Goma im Basler Zolli ihren 55. Geburtstag. Als erster in einem europäischen Zoo geborener Gorilla erlangte Goma internationale Aufmerksamkeit, was sie zu einem Publikumsliebling einer ganzen Generation machte. Die 1959 geborene Gorilla-Greisin blickt auf ein aussergewöhnliches Leben zurück. Goma wuchs wie ein eigenes Kind in der Familie des damaligen Zoodirektors Ernst Lang auf. Die beiden verbindet heute noch eine jahrzehntelange Freundschaft.

Auf Gomas bewegtem Leben wurden in den letzten Jahren nochmals einige Meilensteine hinzugefügt. Als die Basler Gorillagruppe 2011 nach einem Jahr in einem provisorischen Zuhause ins neu umgebaute Affenhaus zurückkehrte, war sie die erste, die ihr neues Heim genauestens unter die Lupe nahm. Im September 2012 war es ebenfalls Goma, die mit viel Selbstvertrauen als erste die neuen Aussenanlagen erkundete. Diesen August traf Goma nochmals auf einen neuen Silberrücken. Sie gab M’Tongé (15) gleich zu verstehen, dass ein Jungspund wie er sich ihren Respekt erst verdienen muss.

Derzeit leben in Zoos nur vier noch ältere Gorillas. Der älteste ist die 1956 erste weltweit zoogeborene Gorilla-Frau Colo in Columbus (USA). Ernst Lang, der Goma in seiner Familie mit grosser Zuwendung aufgezogen hat, hat Goma immer wieder besucht. Lang lebt in Basel und durfte am 16. Oktober 2013 seinen 100. Geburtstag feiern.

Ein aussergewöhnlicher Lebenslauf

Über Gomas Geburt und ihre frühe Zeit bei Menschen haben die Medien damals weltweit berichtet. Etwa einjährig bekam Goma Gesellschaft vom gleichaltrigen Pepe. Mit ihm zusammen wurde sie später in ihre angestammte Familiengruppe zurückgebracht. Ihren 1971 geborenen Sohn Tamtam zog Goma ohne menschliche Hilfe gross, was sie erneut international ins Gespräch brachte: Tamtam war der erste Gorilla in zweiter Zoogeneration und das erste Gorillakind, das in einem Zoo vom ersten Tag an in Gesellschaft eines Silberrückens aufwuchs. Er sollte Gomas einziges Kind bleiben. Als Folge ihrer aussergewöhnlichen Kindheit ist Goma bis heute den Menschen verbunden und deshalb in ihrer Gruppe eine Aussenseiterin geblieben. Erst in den letzten Jahren konnte sie sich immer mehr ins Familienleben integrieren. Die heute sichtlich betagte Goma erfreut sich im Basler Zoo bester Gesundheit.

Lebensraum der Menschenaffen schwindet

Der Name Goma steht heute für eine betagtes Gorillaweibchen, die mit ihrem in Folge ihrer aussergewöhnlichen Kindheit besonders menschlich anmutenden Blick täglich neu unsere Verantwortung wachruft für die in Menschenobhut gehaltenen Menschenaffen und ihre bedrohten Artgenossen im Regenwald. Denn alle nichtmenschlichen Menschenaffen sind in ihrem Bestand gefährdet. Die Gründe dafür liegen in erster Linie in der Zerstörung ihres Lebensraumes und in der Bejagung. (sa/Zoo Basel)

Erstellt: 17.09.2014, 12:54 Uhr

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Geburtstags-Apéro

Ihren fünfundfünfzigsten Geburtstag feiert die weltberühmte Goma im Kreise der sechsköpfigen Basler Gorillagruppe mit dem Silberrücken M’Tongé (15), ihrer Schwester Quarta (45), Faddama (30), Joas (24) und Zungu (11). Am Nachmittag des 23. September lädt der Zoo Basel die Besucherinnen und Besucher zu Gomas Geburtstag ein. Gemeinsam mit dem Publikum blickt der Zolli am 23. September auf Gomas Leben zurück. Von 15 bis 17 Uhr gibt es für das Publikum ein Spezialprogramm und für die Gorillas und die Besucher einen Geburtstags-Leckerbissen. Geburtstagskinder erhalten an diesem Tag freien Eintritt in den Zoo.

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