Barell lobt Wessels

Beim Neujahresapéro des Gewerbeverbands lobte Gabriel Barell den SP-Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels für den Westring.

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Der Gewerbeverband Basel-Stadt lud heute ab 11 Uhr zum traditionellen Neujahresapéro im Theater Basel. Rund 1000 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung wohnten dabei den Reden von Gewerbedirektor Gabriel Barell und Gewerbeverbands-Präsident Marcel Schweizer bei. Barell legte den Fokus in seiner Rede auf die Verkehrspolitik im Kanton Basel-Stadt. Dabei fand er «und jetzt halten sie sich fest», auch lobende Worte für den Basler SP-Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels.

Der Grund für die positiven Worte ist der Westring, ein Ringschluss der Autobahn im Westen, den Wessels zusammen mit dem Baselbiet und dem Bundesamt für Strassen planen und umsetzen will. Gegenwind hat er allerdings bereits aus der eigenen Partei und in Form einer Motion von Danielle Kaufmann erhalten. Sie fordert ein „Denkverbot“ für diesen Westring.

Auch zu diesem Planungsstopp fand Barell bei seiner Rede auf der Theaterbühne klare Worte. „Das ist für mich realitätsfremd und ich finde diese Verhinderer-Mentalität befremdend.“ Barell betonte, dass künftig mit den neuen Mobilitätsformen die Strasseninfrastrukturen noch wichtiger werden könnten, beispielsweise mit selbstfahrenden Autos.

«Zämme fahre mir besser!»

Barell kam auch auf die Parkplatzproblematik in der Stadt zu sprechen. Er baute dabei die Grüne-Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann in seine Rede ein. Sie behauptete am Montag in ihrer Neujahrsansprache im Volkshaus, dass das Thema Parkplätze langweilig sei und die Leute anöde. Für Barell ist das Gegenteil der Fall.

«Das Thema brennt unseren Mitgliedern und einem grossen Teil der Bevölkerung unter den Nägeln.» Barell warb bei seinen Mitgliedern daher für die Initiativen des Gewerbeverbands «Parkieren für alle Verkehrsteilnehmer» und «Zämme fahre mir besser!», zu letzterer hat die Regierung kurz vor Weihnachten einen Gegenvorschlag präsentiert. Wie Barell in seiner Ansprache sagte, genüge dieser allerdings nicht.

Der Präsident des Gewerbeverbands Basel-Stadt, Marcel Schweizer, plädierte in seiner Rede für ein Ja zur gemeinsamen Gesundheitsregion inklusive Spitalfusion. Weiter betonte er den Nutzen und den Mehrwert des Projekts Ozeanium des Zoo Basel für die Bevölkerung und den Tourismusstandort Basel. «Lassen wir uns im neuen Jahr nicht von Verhinderern blockieren. Kämpfen wir gemeinsam für die Vielfalt, den Fortschritt und tolle Projekte.»

Nach einem Grusswort des Hauptsponsors des Anlasses, Kantonalbank interims-CEO Simone Westerfeld, kam noch-Theater-Hausherr Andreas Beck auf die Bühne und präsentierte eine exklusive Kostprobe aus der Produktion «Spuk in der Villa Stern», die am 26. Januar Premiere feiern wird. Danach gingen die Gäste zum Apéro. (Basler Zeitung)

Erstellt: 11.01.2019, 12:16 Uhr

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