Basel erhöht Altersgrenze für Brustkrebs-Screening

Im Kanton Basel-Stadt werden neu Frauen bis zum 74.Lebensjahr zur Teilnahme am systematischen Mammographie-Screening eingeladen.

Untersuchung: Bisher wurden nur Frauen im Alter zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr zur Teilnahme am Screening eingeladen.

Untersuchung: Bisher wurden nur Frauen im Alter zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr zur Teilnahme am Screening eingeladen. Bild: Keystone

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Mit der Erhöhung der Altersgrenze könne die Qualität und Kosteneffizienz des Mammographie-Screenings auch in der Altersgruppe ab 70 Jahren gesteigert werden, heisst es in einer Mitteilung der Regierung vom Dienstag. Zudem wolle der Kanton damit auf die steigende Lebenserwartung reagieren.

Basel-Stadt hatte das Früherkennungs-Programm für Brustkrebs im August 2014 gestartet. Bisher wurden Frauen im Alter zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr zur Teilnahme eingeladen. Im Jahr 2015 betrug die Teilnehmerinnenquote gemäss Mitteilung 30,9 Prozent, nachdem sie in den ersten fünf Monaten nach dem Start bei 18 Prozent gelegen war.

Gesetzliche Grundlage für Datenaustausch

Am Programm, das von der Krebsliga beider Basel durchgeführt wird, beteiligt sich der Stadtkanton mit jährlich 500'000 Franken. Dieser Beitrag bleibe mit der Erhöhung der Altersgrenze unverändert. Die Kosten für Untersuchungen werden von den Krankenkassen übernommen, sofern es Mindestanforderungen der Qualitätssicherungen gibt.

Im Kanton Basel-Stadt soll daher eine rechtliche Grundlage geschaffen werden, die das kantonale Krebsregister verpflichtet, Krebserkrankungen an das Früherkennungs-Programm bekanntzugeben. Die Regierung will die Bewilligungsverordnung entsprechend anpassen.

Baselland macht nicht mit

Für die Qualitätssicherung seien in erster Linie die sogenannten Intervallkrebse von Bedeutung, wie es weiter heisst. Also jene Erkrankungen, die in der Zeitspannen zwischen zwei systematischen Screening-Zeitpunkten diagnostiziert wurden und bei denen das Screening zuvor keinen Verdachtsmoment ergeben hatte.

Im Nachbarkanton Baselland hatte das Parlament im Herbst 2014 einen Kredit von zwei Millionen Franken für ein Brustkrebs-Screening-Programm abgelehnt. Das Mammographie-Screening hätte in Kooperation mit Basel-Stadt bis 2018 laufen sollen. (sda/-en)

Erstellt: 03.05.2016, 16:05 Uhr

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