Basel fährt mehr Velo

Der Veloverkehr hat in Basel im vergangenen Jahr um fast fünf Prozent zugenommen. Das Baudepartement sieht die eigene Verkehrspolitik bestätigt.

Beim Veloverkehr zeigt die Kurve seit 2013 steil nach oben.

Beim Veloverkehr zeigt die Kurve seit 2013 steil nach oben. Bild: Keystone

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Während in Basel im letzten Jahr fast fünf Prozent mehr Velo gefahren wurde, gab der Tram- und Busverkehr um knapp ein Prozent nach, während der Autoverkehr stabil blieb. Dies geht aus den am Freitag publizierten Verkehrsdaten 2016 hervor. Der Öffentliche Verkehr (ÖV) habe erstmals seit 2010 nicht zugelegt, teilte das baselstädtische Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) mit. Beim Tram- und Busverkehr sank der Indexwert von 109 auf 108 Punkten - Nullpunkt sind die Verkehrsdaten von 2010. Aktuelle S-Bahn-Daten fehlen, sodass der Gesamt-ÖV-Index nicht angegeben werden kann.

Der motorisierte Individualverkehr (MIV) blieb derweil erneut stabil bei einem Indexwert von 101 Punkten für den Gesamt-MIV. Klammert man die Autobahnen aus, weist auch das reine Stadtstrassennetz mit unveränderten 97 Punkten im 2016 stabile Verkehrszahlen auf. Das BVD verweist dazu auf steigende Einwohner- und Arbeitsplatzzahlen.

Beim Veloverkehr zeigt die Kurve hingegen - nach zunächst moderatem Wachstum - seit 2013 steil nach oben. Nun ist sie innert Jahresfrist von 118 auf 123 Punkte angestiegen. Demnach hat der Veloverkehr in Basel innert sechs Jahren um fast einen Viertel zugenommen.

Mehr Investitionen fürs Velo

Das BVD kommt angesichts dieser Entwicklungen zum Schluss, dass die Veloinfrastruktur «weiter auszubauen» sei und «in mehr Sicherheit und Komfort für die Velofahrenden zu investieren» sei. Stadtgerechte Verkehrspolitik basiere unter anderem auf «flächensparenden Verkehrsmitteln» und effizienter Nutzung der Verkehrsinfrastruktur.

Laut BVD sind die Basler Strassen «schweizweit vergleichsweise wenig von Staus betroffen. Dies sei eine Bestätigung der bisherigen Verkehrspolitik; Basel sei «auf dem richtigen Weg».

Die Verkehrsdaten werden mittels automatischer Zählstellen an der Fahrbahn erhoben. Auf Strassen sind das rund 35 Zähler, auf Velospuren rund 20. Weil der Veloverkehr erfahrungsgemäss stärkeren wetterbedingten Schwankungen ausgesetzt ist als ÖV und MIV, wird der Effekt laut einem BVD-Sprecher im Index herausgerechnet.

Auch Baustellen-Effekte werden gemäss dem Sprecher möglichst herausgerechnet: Man ziehe zum Vergleich dann jeweils nur die Monate ohne Baustelle mit den entsprechenden Vorjahresmonaten heran.

Beim Achter-Tram indes habe sich die baubedingte Sperrung dennoch spürbar auf die Passagierzahlen ausgewirkt. Beim MIV sind gemäss Sprecher keine auffälligen Veränderungen bei einzelnen Strassen festgestellt worden. (amu/sda)

Erstellt: 24.06.2017, 08:15 Uhr

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