Basel warnt vor tödlicher Hitzefalle

Die kommende Hitzewoche wird zur Gefahr für Kinder und Hunde, wenn Erwachsene nicht mitdenken.

Die kommende Woche wird heiss. Der Rhein bietet eine willkommende Abkühlung.

Die kommende Woche wird heiss. Der Rhein bietet eine willkommende Abkühlung. Bild: Michael Koller

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Basel steht vor einer Hitzewoche: Die Temperaturen werden regelmässig über die 30-Grad-Marke klettern. Abkühlung durch Wolken und Regen ist derzeit bis zum nächsten Wochenende keine in Sicht.

Damit die Bevölkerung die Hitzephase gut übersteht, haben der Basler Kantonsarzt und der Kantonstierarzt eine Reihe von Tipps zusammengestellt. Der Staat rät, an heissen Tagen, besonders viel zu trinken. Dies gelte insbesondere für Kleinkinder und ältere Menschen, welche empfindlicher auf die Hitze reagieren und das Durstgefühl nicht immer äussern können. «Zu vermeiden sind Überhitzung und Austrocknung.»

Auto wird zur Todesfalle

Die Kantonsmediziner warnen zudem davor, kleine Kinder in Autos oder unbeaufsichtigt in verschlossenen Räumen zurückzulassen. «Auch nicht für kurze Zeit.» Dies gelte auch für Tiere. Vor allem Hunde müssten von den Behörden immer wieder aus abgestellten Autos gerettet werden.« Tiere dürfen bei warmem Wetter nicht im Auto zurückgelassen werden,» heisst es in der Mitteilung des Basler Gesundheitsdepartementes.

Bereits nach wenigen Minuten heize sich der Innenraum eines Fahrzeugs auf: «Bei 30 Grad Aussentemperatur steigt die Fahrzeuginnentemperatur nach 10 Minuten bereits auf 37 Grad an, nach 30 Minuten auf unerträgliche 46 Grad.» Eine heruntergekurbelte Fensterscheibe oder ein Parkplatz im Schatten sorgen nicht für genügend Abkühlung des Innenraumes, zumal die Sonne wandert. Gefährlich sei es auch Parkhäusern: Betriebswarme Automotoren, einströmende Aussentemperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit sorgen dort für «tropische Verhältnisse».

Viel trinken und ein Waldspaziergang

Der kantonstierarztliche Dienst weist Hundehalter darauf hin, dass ihre Tiere die Körpertemperatur nicht durch Schwitzen regulieren können. Das führe bei sommerliche Verhältnisse sehr schnell zu einer Überhitzung des Körpers. Abkühlung versprechen Brunnen oder die beiden städtischen Hundebadeplätze am St. Alban-Rheinweg und an der Solitude.

Weiter empfiehlt das Gesundheitsdepartement, Wohn- und Arbeitsräume nachts und in den frühen Morgenstunden zu lüften und in der restlichen Zeit die Fenster sowie die Fensterläden zu schliessen. Das halte die Hitze draussen.

Statt Mathe büffeln sollten Schüler zudem einen Waldspaziergang unternehmen: «Alltagsaktivitäten wie auch der Schulunterricht sollten der Temperatur angepasst werden.» Zudem sei «der Gebrauch von Sonnenbrille, Kopfbedeckung und Sonnencreme sehr wichtig». (amu)

Erstellt: 19.06.2017, 12:20 Uhr

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