Basel will bei Sonnenenergie Vorbild sein

Der Kanton Basel-Stadt will auf allen geeigneten Dächern seiner Liegenschaften Sonnenenergie nutzen.

Geeignete Gebäude sollen Solarzellen aufs Dach bekommen.

Geeignete Gebäude sollen Solarzellen aufs Dach bekommen. Bild: Keystone

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Mit einem neuen Konzept will die Regierung Potenziale für Sonnenstrom und Warmwasser-Gewinnung systematisch und optimal ausschöpfen, wie sie am Dienstag mitteilte. Gemäss den von der Regierung verabschiedeten Richtlinien fallen Solaranlagen nur dann in der Regel ausser Betracht, wenn ein kantonseigenes Gebäude in der Schon- oder Schutzzone liegt, innert zehn Jahren eine Dachsanierung geplant ist oder eine Aufstockung möglich, das Dach zu klein oder dessen Ausrichtung ungünstig ist.

Treffen alle diese Ausschlusskriterien nicht zu, soll eine thermische Solaranlage erstellt werden, wenn das Gebäude nicht am Fernwärmenetz hängt - kantonales Recht verlangt einen hälftigen Anteil erneuerbarer Energie beim Warmwasser. Geeignete Gebäude mit Fernwärmeanschluss sollen derweil Solarzellen aufs Dach bekommen.

Bis 2012 sollen zwecks gebündelter Ausschreibung der Aufträge alle staatlichen Dächer evaluiert sein. Der Kanton soll geeignete Dächer nicht für den Bau und Betrieb von Sonnenenergieanlagen vermieten, sondern diese selber bauen lassen. Im Konzept wird dafür mit zu bescheidenen Mieterträgen und mehr Flexibilität argumentiert.

Kosten noch unbekannt

Die Kosten hängen ab von der erst noch zu eruierenden Zahl der nutzbaren Dächer sowie von der aktuellen Marktsituation bei der Auftragsvergabe, wie Andreas Kressler, Geschäftsleiter von Immobilien Basel, auf Anfrage sagte. Im Verwaltungsvermögen hat der Kanton rund 1000 Gebäude, im Finanzvermögen weitere 250.

Erarbeitet hat das Konzept Immobilien Basel-Stadt zusammen mit den anderen involvierten Dienststellen, darunter der Denkmalpflege. Die Umsetzung dürfte sich über einige Jahre erstrecken. Manche Solaranlagen werden laut Kressler wohl in Verbindung mit Gebäudesanierungen realisiert.

Bei Sanierungen kann übrigens laut Konzept auch in der Schon- und Schutzzone eine Solaranlage nötig sein, falls ein Gebäude sonst nicht die Hälfte des Warmwassers mit erneuerbarer Energie aufheizt. In solchen Fällen werde die Stadtbildkommission einbezogen, hiess es weiter. (amu/sda)

Erstellt: 22.02.2011, 17:04 Uhr

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