Basels schönste Bade-Brunnen

Es muss nicht immer der Rhein sein: Rund 10 Prozent der 200 Basler Brunnen eignen sich für eine Erfrischung an heissen Tagen. Die Map von baz.ch verschafft Überblick.


">Der Schöneck-Brunnen in der St. Alban-Vorstadt bietet genübend Platz für eine entspannende Abkühlung.

Der Schöneck-Brunnen in der St. Alban-Vorstadt bietet genübend Platz für eine entspannende Abkühlung. Bild: Roland Schmid

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Klares, türkisfarbenes Wasser, das den Sonnenschein reflektiert. Solche Verlockungen finden sich nicht nur im indischen Ozean oder in der Karibik. Wer in der Stadt Abkühlung sucht, kann diese auch in zahlreichen Brunnen finden. Zwar gibt es keine Bademeister wie in den Gartenbädern der Region und man sieht auch nicht das Ufer vorbeiziehen wie beim populären Rheinschwimmen. Das stets kühle und nachfliessende Brunnwasser hat seinen eigenen Reiz.

«Rheinschwimmen ist Mainstream», meint Nicolai Jung. Der 16-Jährige hat mit seiner sechs-köpfigen Clique am gestrigen sonnigen Nachmittag den Schöneck-Brunnen an der Ecke St. Alban-Vorstadt und Mühlegasse in Beschlag genommen. Im Brunnen kniend holt einer seiner Kollegen das schellende Handy hervor: «Wo bist du? Wir sind schon im Dalbe-Brunnen», informiert er den Anrufer, der sich wohl in Kürze auch ins Wasser setzen wird. Derweil kramt Nicolai ein Silserbrötchen aus der Tasche. Klar, Picknicken im kühlen Nass ist ein weiterer Vorzug der öffentlichen «quasi-Jacuzzies». «Man muss auch nicht wieder zurück gehen und braucht keinen Schwimmsack», wirft seine Kollegin noch in die Runde.

Beliebte Tröge

Ein anderes beliebtes Becken ist dasjenige des Grabeneck-Brunnens am Rand des Petersplatzes. Es ist zwar nicht ganz so sonnig wie beim Schöneck-Brunnen in der St. Alban-Vorstadt. Doch genau diese schattenspendenden alten Bäume sorgen für ein angenehmes Klima. Bei Kindern ist der Gemsbrunnen am gleichnamigen Berg sehr beliebt. Bei sommerlichen Temperaturen kann man schon von Weitem Freudesbekundungen hören, wie es sonst nur in Gartenbädern vorkommt.

Der Brunnen auf dem Rümelinsplatz ist auch sehr gefragt – je nach Tageszeit. Tagsüber traut sich mitten in der Einkaufs-Fussgängerzone kaum jemand in das grosse Becken, der älter als 12 Jahre ist. Wird es in der Stadt nach Sonnenuntergang aber langsam ruhiger, kann es im Hochsommer durchaus vorkommen, einige tratschende, auch ältere Anwohner mit Weissweingläsern im Brunnentrog anzutreffen. «Ohne diese herrliche Abkühlung vor dem Zubettgehen kann ich bei der Sommerhitze nicht schlafen», beschreibt ein Anwohner seine nächtliche Badeleidenschaft.

Offiziell erlaubt

Was nicht verboten ist, ist erlaubt: «Es gibt keine gesetzliche Grundlage für ein Badeverbot in den Brunnen», bestätigt Lorenz Ineichen vom Rechtsdienst des Basler Gesundheitsdepartements. Auch der «Brunnenmeister» hat gar nichts dagegen einzuwenden. «Wir tolerieren es», meint Rudolf Kämpf, der bei den IWB die rund 200 Brunnen der Stadt unterhält. Hunde haben darin aber nichts verloren. Vierbeiner verweise er immer wieder aus Brunnen, respektive er mache deren Besitzer darauf aufmerksam.

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Auf dieser übersichtlichen Website ist alles über die Brunnen von Basel zu erfahren. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.07.2012, 11:47 Uhr

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