Basler Regierung möchte «Ozeanium»-Einsprachen ablehnen

Die Regierung des Kantons Basel-Stadt beantragt dem Grossen Rat, die gegen das 100-Millionen-Projekt eingereichten Einsprachen abzulehnen.

Das Ozeanium soll die Heuwaage aufwerten und ab 2021 viele Besucher nach Basel locken.

Das Ozeanium soll die Heuwaage aufwerten und ab 2021 viele Besucher nach Basel locken. Bild: zvg

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Das «Ozeanium» des Zoos Basel ist einen Schritt weiter: Sie habe den Bebauungsplan für das Gross-Aquarium verabschiedet, teilte die Basler Regierung am Dienstag mit. Gegen das Vorhaben waren vier Einsprachen eingegangen. Die eine betraf den Natur- und Artenschutz, in den übrigen drei ging es um das Verkehrsregime. Die Regierung beantragt dem Kantonsparlament die Ablehnung sämtlicher Einsprachen.

Eine Niederlage bedeutet dies namentlich für die Fondation Franz Weber und deren Verein Helvetia Nostra, die sich vorab aus ökologischen Gründen gegen das Ozeanium wehrten. Als Gegenprojekt hatten sie 2014 die «Vision Nemo» präsentiert. Dabei handelte es sich um Multimedia-Fenster zum Ozean.

Der Bebauungsplan für das Ozeanium musste zwei Mal öffentlich aufgelegt werden. Zur zweiten Auflage kam es, weil die Stiftung Franz Weber und Helvetia Nostra in ihrer ersten Einsprache einen Umweltverträglichkeitsbericht verlangt hatten. Dieser kam dann zum Schluss, dass das Projekt sowohl die kantonalen wie auch die eidgenössischen Umweltvorschriften erfüllt.

Frühester Baubeginn für das Ozeanium an der Heuwaage ist nach Regierungsangaben weiterhin Ende 2020. Vier Jahre später soll die Eröffnung erfolgen. Die Anlage soll dereinst dem Publikum anhand von Themenaquarien einen Einblick in die Welt der Ozeane geben und es für Umweltfragen sensibilisieren. Von den nötigen 100 Millionen Franken, die das Projekt kostet, hat der Zoo Basel gut die Hälfte zusammen.

Im Hinblick auf das Ozeanium plant die Regierung Änderungen an der Verkehrsinfrastuktur an der Heuwaage. Sie will die Tramwendeschlaufe aufheben und die Gleise in der Binningerstrasse in die Strassenmitte verlegen. Zudem soll ein neuer Kreisel dafür sorgen, dass der Verkehr an der Heuwaage sicherer und besserer fliesst. Über die geplanten Massnahmen soll der Grosse Rat zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. (pre/sda)

Erstellt: 04.07.2017, 16:08 Uhr

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