Bevölkerung senkt Daumen über Wessels

Die Bevölkerung kritisiert mehrheitlich den Entscheid von Hans-Peter Wessels, die BVB-Million ans Elsass zu zahlen.

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In den Zeitungskommentaren und Meinungsbeiträgen auf sozialen Plattformen im Internet erhält der Basler Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels (SP) wenig Verständnis für seinen Entscheid, die umstrittene BVB-Million ans Elsass ohne Nachtragskredit im Parlament zu überweisen. Diesen Beschluss hatte der Magistrat am Donnerstag an einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Politiker äusserten sich im Anschluss enttäuscht und warfen ihm vor, den Grossen Rat zu übergehen. Auch von Wessels eigener Partei, der SP, kamen kritische Töne.

Bemerkenswert: Selbst die TagesWoche, die für gewöhnlich dem angeschlagenen Sozialdemokraten treuen Geleitschutz leistet, riet ihm gestern zum Rücktritt. «Die BVB-Affäre hat den SP-Regierungsrat rettungslos beschädigt. Seine Partei ist deutlich zu ihm auf Distanz gegangen», konstatierte Renato Beck. Einzig Peter Knechtli, Chefredaktor des Basler Newsportals Onlinereports, verteidigt Wessels. «So ein Gschiss um BVB-Aufseher Wessels», lautet der Titel seines Leitartikels. Was sich in den letzten Monaten abgespielt habe, sei fern jeglicher Verhältnismässigkeit. Er warf der BaZ und der Basellandschaftlichen Zeitung «Empörungs-Bewirtschaftung» vor.

Was denkt die Bevölkerung zur ganzen Affäre? Die BaZ hat sich in der Basler Innenstadt umgehört. Die Umfrage ergibt ein klares Bild: Was sich abspiele, sei ein «trauriges Kapitel» (siehe Bildstrecke oben).

Umfrage

BVD-Vorsteher Hans-Peter Wessels will sein Zahlungsversprechen an St. Louis nachträglich einlösen. Ist es der richtige Entscheid, die BVB-Million ans Elsass zu zahlen?

Ja

 
15.3%

Nein

 
84.7%

1772 Stimmen


(Basler Zeitung)

Erstellt: 09.09.2017, 08:30 Uhr

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