Bund lässt zwei Basler Museen fallen

13 Museen in Basel erhalten ab 2018 Bundessubventionen. Zwei gehen leer aus.

Schlechte Nachrichten für Andreas Ruby, den Direktor des Architektmuseums in Basel.

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Zu den 13 Museen, die vom Bund künftig Betriebsbeiträge erhalten, gehören in der Region Basel das Haus für elektronische Künste (HeK) in Münchenstein und die Römerstadt Augusta Raurica in Augst. Hingegen erhalten das Schweizerische Architekturmuseum in Basel und das Schweizerische Sportmuseum in Münchenstein BL keine Bundesgelder mehr.

Am besten weg kommt gemäss einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung des Bundesamts für Kultur (BAK) die Römerstadt Augusta Raurica. Sie erhält ab 2018 Betriebsbeiträge vom Bund. Im ersten Jahr sind es 250'000 Franken, dann 350'000 Franken und ab 2020 bis 2022 jeweils 400'000 Franken.

Das Haus der elektronischen Künste dagegen muss eine Kürzung der Bundessubvention hinnehmen, die für das laufende Jahr noch 420'000 Franken beträgt. Nächstes Jahr sollen es nur noch 294'000 Franken sein, ab 2019 nur noch 250'000 Franken. Noch schlechter ist der Entscheid des BAK für das Schweizerische Architekturmuseum und das Schweizerische Sportmuseum. Beide Institutionen erhalten vom Bund künftig gar keine Subventionen mehr.

Für das Architekturmuseum fallen damit 300'000 Franken weg, für das ums Überleben kämpfende Sportmuseum 150'000 Franken im Jahr. Zur Überbrückung erhalten diese Museen im kommenden Jahr noch 70 Prozent der bisherigen Finanzhilfe.

Was die Kürzung oder vollständige Streichung der Bundesgelder für die drei Museen bedeutet, ist noch offen. Der Kanton Basel-Stadt werde nun mit den drei Institutionen Kontakt aufnehmen und ihre Situation seriös und in Ruhe anschauen, sagte der Basler Kulturchef Philippe Bischof im Regionaljournal Basel von Radio SRF. Alles weitere seien politische Entscheide. (pre/sda)

Erstellt: 19.07.2017, 15:09 Uhr

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