Bundesrätin Widmer-Schlumpf eröffnet muba

Die Eröffnung der muba ist von den Ereignissen in Ägypten mitgeprägt worden. Eveline Widmer-Schlumpf richtete Wünsche für Frieden und Demokratie an die Menschen im Land.

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Die Bundesrätin wünsche den Gästen aus Ägypten «offene Arme und Herzen hier in Basel», sagte die Bundesrätin in ihrer Eröffnungsansprache vor mehreren hundert Gästen. Den Menschen in Ägypten wünsche sie, dass die Krise ohne Gewalt bewältigt werden und sie «bald in Frieden und einem demokratischen System leben» können.

Zuvor war Widmer-Schlumpf auf dem traditionellen Bundesrats- Rundgang durch die Messe am Stand Ägyptens vom ägyptischen Botschafter in der Schweiz, Magdy G. Sharawy, begrüsst worden. Die Messe und das ägyptische Fremdenverkehrsamt hatten trotz der Unruhen an dem seit zwei Jahren vorbereiteten muba-Auftritt festgehalten. Verzichtet wurde indes auf ursprünglich geplanten Musik- und Tanzdarbietungen.

Blick auf Finanzkrise

Widmer-Schlumpf warb in ihrer Eröffnungsrede des weiteren für die bundesrätlichen Massnahmen in der Folge der Finanzkrise. Ohne stabilen Finanzplatz gebe es keinen Werkplatz, die Finanzbranche müsse aber zum Mitspielen in der sozialen Marktwirtschaft bereit sein, sagte sie.

Wenn das Spielfeld international sei, würden zudem nationale Massnahmen zu kurz greifen. Die Schweiz habe «grösstes Interesse an einem stabilen Euro» und sollte sich an den Massnahmen des internationalen Währungsfonds (IWF) beteiligen: «Wer von internationaler Stabilität lebt, sollte auch bereit sein, dazu beizutragen.»

Halstuch-Hatz und «Glücksblööterli»

Vor der Eröffnungsrede durchschnitt Widmer-Schlumpf feierlich das weisse Band zur Eröffnung der 95. muba, flankiert vom Basler Regierungspräsidenten Guy Morin und dessen Baselbieter Amtskollege Jörg Krähenbühl. Darauf startete die Finanzministerin mit weiteren Gästen zum traditionellen Rundgang – umringt von Dutzenden Journalisten, welche die Bundesrätin dank ihrem violetten Hermes-Halstuch nie lange aus den Augen verloren.

Der Halsschmuck von Widmer-Schlumpf war nicht der einzige Farbtupfer beim Rundgang: Doktor Ahoi, ein Spitalclown der Theodora-Stiftung, beschenkte die Bundesrätin mit einer Ballonblume und «Glücksblööterli». Davor liess sich die Bündnerin von Messeleiter Chris Eichenberger den Messeneubau am Modell erklären. Dieser wird, wie Eichenberger erklärte, 200 bis 300 Millionen kosten. «Das ist noch mutig, he?», befand die Finanzministerin. Ausführlich Halt machte sie danach unter anderem am Stand ihrer Partei, der BDP.

Mit ihr sowie der SP und der SVP präsentieren sich neu auch politische Parteien an der Messe. Einen Besuch stattete Widmer-Schlumpf auch der Sonderschau von alliance F «Der weibliche Blick auf die Zukunft» ab, einem Projekt unter dem Patronat der vier Bundesrätinnen.

Sonderausstellung zu nachhaltigem Wohnen

An der grössten Konsumgüterschau der Schweiz präsentieren sich bis zum 13. Februar insgesamt rund 870 Aussteller. Im Zentrum der zum 95. Mal stattfindenden Messe stehen die Bereiche Wohnen, Haushalt, Bau und Renovation, Garten, Gesundheit, Sport, Essen und Trinken, Reisen und Kultur, Multimedia und Mode.

Hinzu kommen Sonderpräsentationen. Gastkanton ist Zug. Vom 10. bis 13. Februar findet zudem die «NATUR»-Messe statt, vom 4. bis zum 6. Februar die Basler Ferienmesse und vom 4. bis zum 13. Februar die Velomesse twoo. 2010 hatte die einstige «Schweizer Mustermesse Basel» 300'000 Besucher angezogen. (jg/sda)

Erstellt: 04.02.2011, 14:18 Uhr

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