Credit Suisse-Fonds baut Kunstmuseum-Parking

Das seit 19 Jahren geplante unterirdische Parking beim Basler Kunstmuseum wird gebaut. Der 52 Millionen-Bau soll 2021 fertig sein. Der Trambetrieb wird anderthalb Jahre lang einspurig die Baustelle passieren.

Die Einfahrt zum Parking erfolgt über die heutige Ausfahrt des Crédit Suisse Parkings (links um die Ecke), die Ausfahrt erfolgt über die bestehende Ein-/Ausfahrt des UBS Parkings (rechts).

Die Einfahrt zum Parking erfolgt über die heutige Ausfahrt des Crédit Suisse Parkings (links um die Ecke), die Ausfahrt erfolgt über die bestehende Ein-/Ausfahrt des UBS Parkings (rechts). Bild: Daniel Desborough

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Erste Ideen für dieses Parking seien 1999 gewälzt worden, als eines von drei Projekten zwischen Aeschenplatz und Innerstadt, sagte Mitinitiant und alt Grossrat Peter Andreas Zahn (LDP) am Donnerstag vor den Medien. Bis zur Baubewilligung von 2016 musste es indes diverse planerische und politische Hürden überspringen.

Die letzte war das Finden eines Investors, der das Vorhaben der Projektentwicklungsgesellschaft abkauft. Dies erwies sich als «gar nicht so einfach», trotz Interesse selbst aus dem arabischen Raum. Die CS-Fondstochter sieht darin eine gute Anlage mit Nachfrage und Rendite, wie der dort zuständige Raymond Rüttimann sagte.

170-Meter-Bau unter dem Boden

Das eigentliche Parkhaus entsteht unter dem St. Alban Graben, kommt also unter die Strasse und die Tramgleise zu liegen. Hinein fährt man über die bestehende Einfahrt zum CS-Parking im Luftgässlein, hinaus via UBS-Parking in den St. Alban Graben. Nutzer kommen mit zwei neuen Liften im CS-Gebäude auf die Strasse, direkt neben Museen, Innerstadt und unweit von Theater und Kinos.

Die Baustelle für die vier Etagen Parkhaus erstreckt sich über rund 170 Meter Länge, den ganzen Block von der UBS bis zum Kunstmuseum. Begonnen wird mit zwei Längstranchen, an denen das Tram zwischen Januar 2019 und Mitte 2020 jeweils einspurig vorbeikommt. Danach wird unter einem Deckel fertig ausgehoben und gebaut, wie Jens Vollmar von der Totalunternehmerin Implenia ausführte.

Über dem Deckel wird dann auch die Strasse so umgestaltet, wie das der grosse Rat Mitte März mit einem 13-Millionen-Kredit beschlossen hatte. Bei der Umgestaltung ist ein Kreisel zwischen Dufourstrasse und Rittergasse vorgesehen. Für das Parkhaus soll oberirdisch nichts gebaut werden ausser einem diskreten Notausgang beim Museum.

Preis 210 Allmendparkplätze

Im Parking, dessen Baurecht vorerst über 60 Jahre läuft, versprach Rüttimann mehr Komfort als in veralteten anderen Basler Parkhäusern, so auch 2,80 Meter Platzbreite. Die Stundentarife sollen im Rahmen der Konkurrenz bleiben. Für Anwohner sind maximal zehn Prozent Dauerplätze zu rund 300 Franken im Monat angedacht.

Gemäss einem politischen Deal, der im 2013 vom Grossen Rat genehmigten Bebauungsplan festgeschrieben ist, müssen vor der Eröffnung 210 oberirdische Parkplätze auf Allmend aufgehoben werden. Dieses Ziel werde sicher erreicht, seien doch bereits heute über 100 davon gestrichen, sagte Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels.

Der Grosse Rat hatte für die Kompensation einen Radius von rund 500 Metern vorgegeben. Mit Aufhebungen in bis zu fast 1000 Metern Distanz liege man im vertretbaren Rahmen, befand Wessels, zumal in direkter Umgebung kaum streichbare Parkplätze lägen. Der 1000er-Radius reicht bis Bahnhof SBB, Unispital und fast zur Messe.

1000 Parking-Plätze unterwegs

Wessels erinnerte an weitere Projekte mit unterschiedlichem Realisierungshorizont: Im City-Parking werden derzeit anstelle eines unnötigen Notspitals 200 Zusatz-Plätze eingebaut. Auch 200 Plätze soll ein Landhof-Quartierparking haben. Das Kinderspital UKBB plant 200 bis 300 Plätze unter der Tschudi-Matte, und der Zolli-Parkplatz soll am Erdbeergraben durch ein 300-Plätze-Parking abgelöst werden.

Das Kunstmuseum-Parking ist Teil eines 2008 ausgehandelten grossen Innerstadt-Verkehrs-Kompromisses, zu dem auch die erfolgte Sperrung der Mittleren Brücke für den motorisierten Individualverkehr gehört. Das Projekt unter dem St. Alban-Graben hatte sich im Parlament gegen ein anderes um die Ecke an der Dufourstrasse durchgesetzt. (rvr/sda)

Erstellt: 19.04.2018, 13:01 Uhr

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