Das Spalentor erstrahlt in neuem Glanz

Mit dem Kraiejoggi durch das schönste Stadttor: Die Vorstadtgesellschaften und Regierungsrat Hans-Peter Wessels eröffneten das restaurierte Spalentor.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Schon seit ein paar Wochen zeigt sich das in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstandene Spalentor ausgerüstet und frisch renoviert. Gestern aber war – nach fast zwei Jahren Renovationsarbeit – seine offizielle Wiedereröffung. Punkt 17 Uhr trafen die fünf Vorstadtgesellschaften zur ­Krähe, zum Rupf, zum Hohen Dolder, zur Mägd und zu den Drei Eidgenossen mit ihren Fahnen und unter Trommelklängen beim schönsten Stadttor ­Basels, und einem der schönsten der Schweiz, ein.

Eingeklemmt zwischen Zauberlädeli und Tramkurve stand die Festgemeinde und mit ihr Regierungsrat Hans-Peter Wessels, der als Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartements die umfassende und geglückte Instandsetzung des Spalentors zu verantworten hatte. «Basel ist in einer Phase der dynamischen Entwicklung», sagte er in seiner Ansprache. Dabei meinte er nicht die vielen Baustellen auf den Strassen, sondern unter anderem das Biozentrum, das geplante Klinikum 2 und den Roche-­Turm. Gerade aber in einer solchen Zeit des Wachstums sei es wichtig, zu historischen Bauwerken Sorge zu tragen. Und dazu gehöre das Spalentor als eines der Wahrzeichen Basels, das letztmals 1933 renoviert und damals auch unter Denkmalschutz gestellt worden sei. Nun aber, nach 80 Jahren, sei eine erneute umfassende Renovation bitter nötig gewesen.

Blick nach «draussen»

Wie Wessels fand auch Thomas Lutz, stellvertretender Leiter der kantonalen Denkmalpflege, dass die vollumfängliche Instandsetzung des Tors unter Mithilfe vieler Handwerker, Restauratoren, Wissenschaftler und Behörden gelungen sei. Es habe gegolten, die im Jahr 1933 festgelegte Gestaltung des Baus zu rekonstruieren. Anders als damals aber sei es betreffend des vom Grossen Rat gesprochenen Kredits diesmal zu keinem Referendum gekommen.

An Regierungsrat Wessels war es schliesslich, das hölzerne Tor zu öffnen und den Blick durch den Torbogen nach «draussen» in die Missionsstrasse freizugeben – mit dabei auch die Figur des Kraiejoggi, das Wahrzeichen der Vorstadtgesellschaft zur Krähe. Danach wurde zum Apéro geschritten. Für die musikalische Umrahmung des Anlasses sorgte das Bläserseptett unter der Leitung von Urban Walser. (Basler Zeitung)

Erstellt: 09.04.2014, 16:58 Uhr

Artikel zum Thema

Millionen-Facelifting für Basler Rathaus

Die wohl meistfotografierte Fassade in Basel wird in zwei Etappen restauriert. Mehr...

Das Basler Münster hat ein neues Mini-Me

Am Samstag wurde im Kreuzgang des Basler Münsters das neue Suisseminiature-Münster präsentiert. Entstanden in stundenlanger Handarbeit, wird es bald im Tessin zu bestaunen sein. Mehr...

So haben Sie das Münster lange nicht mehr gesehen

Sieben Jahre ist es her, seit das Basler Münster das letzte Mal ohne Gerüst zu sehen war. Nun ist es endlich mal wieder so weit. Doch nicht für lange. Mehr...

Paid Post

Tipps für eine einfache und sichere Tourplanung

Das Smartphone ist auf gutem Weg, die Skitourenplanung zu erobern. Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Helfer.

Kommentare

Blogs

Mamablog Gewalt entsteht aus Überforderung

Das Immobilien-Portal für Basel und die Region

Die Welt in Bildern

Ungewisse Zukunft: Ein Indischer Fischer wartet in einem Gefängnis in Karachi, Pakistan auf seine Bestrafung. Er wurde gemeinsam mit elf weiteren Männern von der Marine aufgegriffen, als sie versehentlich in pakistanischem Hoheitsgebiet unterwegs waren. Indien und Pakistan nehmen regelmässig Fischer des jeweils anderen Landes fest, da die Territorien im Meer nicht klar abgegrenzt sind. (18. November 2018)
(Bild: SHAHZAIB AKBER) Mehr...