Dürr verzichtet auf Nationalrat – Stolz rückt nach

Baschi Dürr verzichtet auf den frei gewordenen Basler FDP-Sitz im Nationalrat. Er setzt alles auf die Karte Regierungsratswahlen und möchte Guy Morin als Präsident ablösen.

Baschi Dürr (r.) heute Morgen mit Kandidatur-Unterstützer Andrea Kellwolf (CVP) und Andreas Albrecht (LDP) 
bei seiner Verkündigung auf den Nationalratsposten zu verzichten.

Baschi Dürr (r.) heute Morgen mit Kandidatur-Unterstützer Andrea Kellwolf (CVP) und Andreas Albrecht (LDP) bei seiner Verkündigung auf den Nationalratsposten zu verzichten. Bild: Lukas Bertschmann

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Ohne lange Umschweife eröffnete Baschi Dürr die Medienorientierung am Montagmorgen mit seiner Ankündigung, auf den freiwerdenden Nationalratssitz des verstorbenen Peter Malama zu verzichten. «Ich möchte damit betonen, dass ich mich voll auf die Regierungsratswahlen konzentriere», so Dürr. Der FDP-Politiker setzt also alles auf die Karte Regierungsrat, wo er den den Präsidenten Guy Morin (Grüne) ablösen möchte. Er sei sich des Risikos bewusst, bei einer Nichtwahl in die Basler Regierung am Schluss mit leeren Händen dazustehen. Natürlich wäre er diesem Fall enttäuscht, gestand Dürr unverhohlen ein. «Aber ich trete an, um zu gewinnen», sagte er.

Der 35-Jährige gab auch bekannt, dass er in diesem Falle der Nichtwahl in den Regierungsrat, die Entscheidung gegen den Nationalratsposten nicht rückgängig machen würde. «Den Nationalratssitz quasi als Trostpflaster zu besetzten, würde dem wichtigen Amt nicht gerecht», erklärte Dürr.

Damit rückt der Basler FDP-Präsident und Grossrat Daniel Stolz nach. Er wird Malama im Nationalrat ersetzten, da er bei den letzten Wahlen hinter Malama und Dürr den dritten Platz erreichte. Voraussichtlich wird Stolz zu Beginn der Wintersession in Bern vereidigt werden. Stolz war für eine Stellungnahme bisher nicht erreichbar.

Entschlossener Dürr

Dürr bezeichnete das Rennen in den Regierungsratswahlen als offen, und liess sich nicht zu Spekulationen hinreissen. Sowohl was das Rennen zwischen der Linken und den Bürgerlichen angeht. Als auch zur Rangfolge innerhalb des bürgerlichen Vierertickets mit den zwei bisherigen Regierungsmitglieder Carlo Conti (CVP) und Christoph Eymann (LDP), sowie FDP-Mitbewerber Christophe Haller und Dürr selbst.

Sehr entschlossen äussert sich Dürr, dass es einen Wechsel an der Spitze des Präsidialdempartements brauche. «Bürgerliche sagen dies offen und Linke hinter vorgehaltener Hand», so Dürr, der Morin Unentschlossenheit vorwirft. Zur Unterstützung seiner Kandidatur hat er an diesem Montagmorgen die CVP-Politikerin Andrea Knellwolf, LDP-Grossrat Andreas Albrecht sowie FDP-Kollege Martin Staechelin um sich geschart. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.10.2012, 11:32 Uhr

Artikel zum Thema

Das Dilemma von Baschi Dürr

Der FDP-Mann muss sich entscheiden, ob er auf Peter Malamas Nationalratssitz verzichten und voll auf die Regierungskarte setzen soll. Mehr...

Stolz ersetzt verstorbenen Malama im Nationalrat

Für Peter Malama wurde ein Nachfolger gefunden: Parteikollege Daniel Stolz rückt für den verstorbenen FDP-Nationalrat in die grosse Kammer nach. Mehr...

Der Mensch Peter Malama

Kurz vor seinem 52. Geburtstag ist Peter Malamas an einer heimtückischen Krankheit gestorben. Ein Nachruf auf den Nationalrat und Basler Gewerbedirektor. Mehr...

Das Immobilien-Portal für Basel und die Region

Kommentare

Die Welt in Bildern

Trigger für Höhenangst: Ein Besucher der Aussichtsplattform des King Power Mahanakhon Gebäudes in Bankok City posiert fürs Familienalbum auf 314 Meter über Boden. (16. November 2018)
(Bild: Narong Sangnak/EPA) Mehr...