Felix Platter-Spital unter Denkmalschutz

Mit einer aussergerichtlichen Einigung wird das Hauptgebäude des Felix Platter-Spitals unter Schutz gestellt. Demnächst sollen dort Wohnungen entstehen.

Das Felix Platter-Spital, ein Bau aus der Nachkriegszeit.

Das Felix Platter-Spital, ein Bau aus der Nachkriegszeit. Bild: Kostas Maros

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Die Chancen für eine Wohn-Nutzung des Basler Felix Platter-Spitals steigen: Regierung und Denkmalschutzkreise haben aussergerichtlich einen Kompromiss ausgehandelt. Der Hauptbau solle «visuell erhalten» bleiben, dafür dürfen Nebengebäude durch Neubauten ersetzt werden. Auf dem Areal sollen künftig 500 bis 550 neue genossenschaftliche Wohnungen entstehen.

Der Hauptbau des Spitals solle mit einem «reduzierten Schutzumfang» ins Denkmalschutzverzeichnis eingetragen werden, sodass darin «eine Umnutzung zu Wohnzwecken möglich» werde, teilte Immobilien Basel-Stadt am Dienstag mit. Darauf hätten sich Regierung, Heimatschutz und freiwillige Denkmalpflege geeinigt.

Zufriedene Denkmalschützer und Baugenossenschaften

Abgebrochen werden dürfen hingegen gemäss diesem Vergleich die ehemaligen Schwesternhäuser und die Verbindungsbauten - Denkmalschützer hatten auch diese erhalten wollen. Mit dem Kompromiss haben die Denkmalschutzorganisationen ihren Rekurs gegen die Arealstrategie zurückgezogen, wie sie ihrerseits mitteilten. Sie zeigten sich erfreut über die Lösung. Diese schütze «die visuelle Erscheinung der variationsreichen Fassade» des 100 Meter langen und 35 Meter hohen Hauptbaus «mit ihrer eindrücklichen skulpturalen Qualität».

Ebenfalls zufrieden zeigten sich die Genossenschaftsorganisationen. In einer Mitteilung schreiben sie von einer «sehr guten Ausgangslage für die Realisierung eines genossenschaftlichen Modellprojektes und die Schaffung eines attraktiven Quartiers im Quartier» mit wenig Verkehr. Der Hauptbau sei «in diversen Bereichen veränderbar und somit klar besser nutzbar».

Gemäss Genossenschaften kann der Grosse Rat im Herbst 2016 über den Bebauungsplan für ihre Projekte entscheiden. Konkret sollen allein im Spital-Hauptbau rund 130 Wohnungen entstehen. Welche halb- und öffentlichen Nutzungen im Sockelgeschoss Einzug halten, zeige sich in den kommenden Jahren. Eine gute Durchmischung werde angestrebt.

Bis 2017 will man zusammen mit den Behörden den städtebaulichen Rahmen für das Areal erarbeiten, wie es weiter hiess. Erst dann werden konkretere Bilder zur Gestaltung und Nutzung in Aussicht gestellt. Ab 2018 sollen die einzelnen Baufelder projektiert und ab 2019 erste Wohnhäuser neu gebaut werden. (aab/SDA)

Erstellt: 05.04.2016, 15:44 Uhr

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