Grüne Parade über die Mittlere Brücke

Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben am Samstag über hundert Naturfreunde auf dem Kasernenareal ausrangierte Einkaufswagen bepflanzt. Danach ging es mit den «keinkaufswagen» hinüber ins Grossbasel.

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Regen macht schön und erfreut die Pflanzen, müssen die Schnecken gedacht haben, die am Samstagnachmittag auf dem Kasernenareal ihre «Endlich Regen»-Plakate in die Höhe reckten. Genau genommen waren das keine Schnecken. Und demonstriert wurde auch nicht. Bei den zur Schnecke gemachten Damen und Herren handelte es sich Beteiligte der Pflanzaktion «keinkaufswagen», die trotz des Hudelwetters nicht ins Wasser gefallen ist. Im Gegenteil: «Es lief erstaunlich gut», sagt Initiantin Tilla Künzli. Rund 120 Personen jeden Alters hätten insgesamt 80 ausrangierte Einkaufswagen zum mobilen Pflanzenbeet umfunktioniert – weit mehr, als sich angemeldet hatten.

Mit ihrem Projekt «keinkaufswagen» wollte – und will – Künzli die «Möglichkeit einer essbaren Stadt» thematisieren und der Stadtbevölkerung zeigen, dass es auch mitten in Basel möglich ist, Kräuter und Gemüse aus der Region anzubauen. So kam es, dass am Samstag mitten im Kleinbasel fleissig gepflanzt und gesät wurde: Von Cherrytomaten über Basilikum bis hin zu Koriander oder Radieschen. Elf verschiedene Sorten Setzlinge und Saatgut standen zu Auswahl. Was Künzli besonders freut: «Die Leute hatten wirklich Freude daran, dass man selber etwas machen konnte», erinnert sich die 25-Jährige. Die Pflanzaktion ist Teil ihrer Abschlussarbeit für das Masterstudium Design an der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK).

Wagen-Parade über den Rhein

Nachdem die 80 mobilen Gärtchen bepflanzt worden sind, ging es am Samstag auf zur «keinkaufswagen»-Parade über die Mittlere Brücke. Allerdings fand das Schaulaufen wegen des Regenwetters fast gänzlich ohne Publikum statt. Doch damit kann Künzli leben, denn für anregende Diskussionen und schmunzelnde Gesichter haben die «keinkaufswagen» dennoch gesorgt – bei der Rückreise zu den unzähligen neuen Kleingarten-Standorten.

So sei etwa ein Wagen beim Transport auseinandergebrochen und hätte auf offener Strasse repariert werden müssen. Und eine andere Person hätte wegen «Gewichtsproblemen» (des Wagens) Mühe gehabt beim Einsteigen ins Tram. Die Aufmerksamkeit der Passanten hatten die frisch gebackenen Gartenbesitzer und -Besitzerinnen also auf sicher. Und so verteilten sie sich über die ganze Stadt als Botschafter für urbanen Gartenbau und nachhaltige Nahrungsmittelbeschaffung.

Und wer für das kleine Rollbeet keinen Platz bei sich hatte, konnte das gesunde Gefährt als Gemeinschaftsfläche sponsern. So wie jene sieben «keinkaufswagen», die nun hinter dem Bahnhof beim Randständigentreff «Soup & Chill» stehen und fortan täglich frische Suppenzutaten liefern. Wer einen der verbliebenen «keinkaufswagen» bepflanzen will, hat am Mittwoch, 25. Mai, ab 14 Uhr im Rahmen der Basler Umwelttage nochmals Gelegenheit dazu. Dann warten neben der Elisabethenkirche nochmals rund hundert leere Einkaufswagen darauf, gegen einen Unkostenbeitrag von mindestens 20 Franken bepflanzt zu werden. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.05.2011, 18:07 Uhr

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