Kachelmann ist wieder auf Sendung – in Basel

Keine grosse Veränderung der Wetterlage im Raum Basel: Dies prognostizierte gestern Jörg Kachelmann auf Radio Basel. Er ist zurück im Wettergeschäft.

Comeback: Auf Radio Basel verkündete der Meteo-Moderator erstmals wieder das Wetter.

Comeback: Auf Radio Basel verkündete der Meteo-Moderator erstmals wieder das Wetter. Bild: Keystone

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Jörg Kachelmann hat sich gestern an der Wetterfront zurückgemeldet. Bei Radio Basel moderierte er erstmals wieder das «Weekend-Wetter». Um punkt 12.40 Uhr vermeldete er «einen Hauch von Winter über der Region». Ein paar Wolken, ein bisschen Aufhellung, hie und da ein beiläufiges Schneeflöcklein; aber grosse neue Schneehaufen seien keine zu erwarten.

Und wenn man Temperaturen ein bisschen über dem Gefrierpunkt erfühlen wolle, dann müsse man sich schon in die Nähe eines Marronistandes begeben. Er klang ganz wie der alte Kachelmann, munter und etwas atemlos, aber wie früher die Wolken schiebend und die Nase ganz in der Bise. Schön, ihn wieder mal so zu hören.

Freudentag für Heeb

Und das soll nun regelmässig der Fall sein. Christian Heeb, Chef des Basler Lokalradios und mit Kachelmann befreundet, widerspricht energisch jeder Mutmassung, es handle sich um einen Mediencoup. Man habe das Comeback Kachelmanns im Sender erst gar nicht gross angekündigt. Kachelmann habe ihm einfach nur mitgeteilt, dass er ab Mitte Januar wieder arbeiten und damit seinen Mehrjahresvertrag erfüllen wolle, den er mit Radio Basel eingegangen sei. «Er ist zurück an seinem Arbeitsplatz», meint Heeb, «und macht seine Arbeit», punktum.

Für Heeb war das ein schöner Tag: «Da hab ich mich gefreut.» Eingespielt habe Kachelmann seine Vorhersage übrigens aus der Schweiz. Und nächsten Freitag gehe er mit seinem «Weekend-Wetter» erneut auf Sendung bei Radio Basel. Aber Fernsehen? Nie mehr. Das hat Kachelmann schon im vergangenen November gegenüber der «Bild»-Zeitung gesagt, das werde ihm nicht mehr möglich sein.

Derweil ist in Mannheim, wo Kachelmann der Vergewaltigung seiner ehemaligen Freundin angeklagt ist, der 23. Verhandlungstag vorübergegangen, ohne dass sich die Nebel über dem angeblichen Tatgeschehen wirklich gelichtet hätten. Prognostiker der juristischen Grosswetterlage behaupten, dass das Gericht auch mit den noch anberaumten 15 Verhandlungstagen bis Ende März 2011 nicht auskommen werde, um ein Urteil zu fällen. Wie beurteilt Heeb den Stand des Verfahrens? Er könne natürlich nicht einschätzen, wie die Richter dächten, sagt er vorsichtig. Aber: «Ich kenn den Jörg, und ich vertraue ihm.» (Basler Zeitung)

Erstellt: 22.01.2011, 04:28 Uhr

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