Kein Abriss: Häuser an Mattenstrasse bleiben

Eigentlich sollte das Altbaugebäude Mattenstrasse 74/76 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dagegen gab es Widerstand. Das Gebäude bleibt nun dank einer neuen Besitzerlösung stehen.

Nach langem Kampf für den Erhalt der Liegenschaft hat eine Genossenschaft das Gebäude übernommen.

Nach langem Kampf für den Erhalt der Liegenschaft hat eine Genossenschaft das Gebäude übernommen. Bild: Google-Streetview

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Der langjährige Kampf der Mieterinnen und Mieter an der Mattenstrasse 74/76 habe sich gelohnt, teilt die IG Mattenhof am Donnerstag mit. «Gemeinsam mit der Genossenschaft Mietshäuser Syndikat konnten wir mit der ehemaligen Eigentümerschaft, dem Vinzenz Verein St.Marien, eine einvernehmliche Lösung finden und die Häuser auf den 1. März 2019 in genossenschaftlichen Besitz überführen.»

Mit dem Kauf durch die Genossenschaft Mietshäuser Syndikat sei die drohende Verdrängung aller Mieter abgewendet worden, heisst es weiter. Der leistbare Wohnraum an der Mattenstrasse sei somit langfristig vor Spekulation geschützt und das historische Ensemble könne erhalten werden.

Zeichen gegen die Verdrängung von bezahlbarem Wohnraum

Die bestehenden Gebäude sind über 100 Jahre alt; sie wurden 1899 von den Architekten Eduard Pfrunder und Ulrich Hammerer errichtet. Das Haus Nummer 74 gehört allerdings seit 2014 zur Stadtbild-Schutzzone, die auch die benachbarte Gebäudereihe an der Schönaustrasse umfasst. Ein Abbruch ist in dieser Zone gesetzlich nur zulässig, wenn «überwiegende öffentliche Interessen» ihn erfordern. Die Bauherrschaft ersuchte um eine Ausnahmebewilligung und begründet damit, dass die Zonenaufteilung «quer durch die heute bestehende Parzelle 474» führe. Für die Gesuchsteller war «ein schutzwürdiges Interesse an der Aufrechterhaltung des Vorderbaus auf Seiten Mattenstrasse von Beginn an nicht gegeben». Deshalb überwiege «das öffentliche Interesse an der Erweiterung von Wohnraum».

Es hätten für über 6 Millionen Franken 21 Wohnungen entstehen sollen, zudem eine Atelierwohnung. Gegen das Baugesuch waren im August 2017 120 Einsprachen eingegangen, 14 von Bewohnern der Liegenschaft, 106 von anderen. «Bereits heute ist der Investitionsdruck im Rosental spürbar. Die Verdrängungs- und Aufwertungsprozesse im Quartier werden zukünftig noch zunehmen», schreibt die IG Wohnhof Mattenstrasse. «In Zeiten anhaltender Massenkündigungen wie jüngst in unmittelbarer Nähe an der Ecke Feldbergstrasse/Riehenring, am Schorenweg oder an der Erikastrasse scheint dies dringlicher denn je», heisst es. (Basler Zeitung)

Erstellt: 14.03.2019, 10:50 Uhr

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