Kontroverse um geplante Solaranlage

Lonza will eine Solaranlage an ihrer Fassade anbringen. Doch die Basler Stadtbildkommission legt ihr Veto ein.

Die Südfassade steht schön in der Sonne.

Die Südfassade steht schön in der Sonne. Bild: Henry Muchenberger

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Das Schweizer Fernsehen hat in der vergangenen Woche berichtet, die Stadtbildkommission habe einer Solaranlage der Chemiefirma Lonza «nicht zugestimmt». Die vorgesehene Veränderung einer Fassade des Hochhauses an der Münchensteinerstrasse würde «das Gesamtkonzept der Gebäudegestaltung erheblich verunklären», wird die Kommission zitiert.

Die Geschäftsleitung der Stadtbildkommission habe eine Voranfrage der Lonza mit «es geht so nicht» beantwortet, sagt André Frauchiger, Mediensprecher des Bau- und Verkehrsdepartements, auf Anfrage der BaZ. Denn das Lonza-Haus gehört zum Inventar der schützenswerten Bauten, bei denen die Fassade nicht verändert werden sollte. «Eine der fensterlosen Fassaden wäre zu zwei Dritteln mit Solarpanels belegt worden», sagt Frauchiger. Im Prozedere sei nun ein Gespräch vorgesehen.

Projekt müsste überarbeitet werden

Nach Meinung der Geschäftsleitung der Kommission müsse das Projekt überarbeitet werden, damit es Chancen für eine Bewilligung habe. Über eine Baueingabe entscheidet aber die gesamte Stadtbildkommission unter dem Vorsitz von Regierungsrat Hans-Peter Wessels. Für diesen spricht laut Onlinereports «grundsätzlich nichts gegen Fotovoltaik-Panels am Lonza-Haus».

Lonza wollte mit der Voranfrage klären, «ob eine kostenintensive detaillierte Projektausarbeitung überhaupt Sinn macht», wie sie gestern mitteilte. Die Firma «nimmt das Nein der Stadtbildkommission zur Kenntnis und wird das Gespräch mit den zuständigen Behörden suchen». Die CVP erachtet laut einer Mitteilung die Ablehnung des Gesuchs als «völlig verfehlt». Vielmehr hält sie das Gebäude mit nach Süden gerichteten Fassaden als «besonders geeignet» für Solarenergie. (Basler Zeitung)

Erstellt: 27.04.2011, 10:51 Uhr

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