Lysbüchel-Quartier erhält Primarschule

Der Grosse Rat sagt Ja zum Umbau eines alten Lagerhauses auf dem Basler Lysbüchel-Areal. Noch nicht entschieden ist die restliche Umnutzung des Areals.

So soll das Areal dereinst nach Plänen des Kantons aussehen.

So soll das Areal dereinst nach Plänen des Kantons aussehen.

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Die neue Primarschule soll auf dem früheren Areal der Coop Verteilzentrale an der Elsässerstrasse in ein altes Lagerhaus eingebaut werden, das der Kanton vor fünf Jahren gekauft hatte. Der Bau aus den 1950er-Jahren soll aufgestockt werden. Der Pausenplatz ist auf dem Dach vorgesehen, zwei Turnhallen in einem Nachbargebäude.

Seit August 2017 werden zwölf Primarklassen in einem Provisorium auf der Voltamatte unterrichtet, da die im Quartier bestehenden Schulbauten zu wenig Platz haben für die steigende Schülerzahl und auch keine anderen brauchbaren Standorte in Sicht sind. Das Umbauprojekt soll zwölf Primarklassen sowie einen Doppelkindergarten plus ergänzende Räumlichkeiten beherbergen. Die grosse Schulaula soll auch für Quartiernutzungen offen stehen.

Pausenplatz-Fragen

Bau- und Raumplanungskommission (BRK) und Bildungs- und Kulturkommission (BKK) regten an, neben der Pausen-Dachterrasse zusätzlich auch eine abgeschlossene Fläche am Boden für einen Pausenplatz auszuscheiden. Dies soll aus Zeitgründen separat aufgegleist werden, was Baudirektor Hans-Peter Wessels denn auch in Aussicht stellte.

Zu reden gab im Parlament das Timing der Themen. Eine rechte Minderheit wollte zuerst den Entscheid zum Bebauungsplan zum ganzen VoltaNord-Areal fällen, um die Umgebung des neuen Schulhauses vorab zu klären. Der Grosse Rat lehnte eine entsprechende Änderung der Tagesordnung jedoch mit 56 gegen 35 Stimmen ab.

In der Folge legten sich SVP und FDP grundsätzlich quer und beantragten Rückweisung der Schulhausvorlage bis zum Areal-Umzonungsentscheid. Das wurde jedoch mit 69 gegen 24 Stimmen noch deutlicher abgelehnt. Die FDP verwies dabei auch auf offene Fragen zu den Pausenflächen.

Bedarf belegt

Im Sommer 2020 soll das neue Schulhaus bezugsbereit sein. Wäre es abgelehnt worden, hätte der Kanton das Provisorium weiter genutzt, also jene Grünfläche weiter belegt. Die Linke wies darauf hin, dass die Zahl der Wohnungen und damit der Schulkinder im Quartier selbst bei einem Nein zu VoltaNord steigen werde.

Wessels und Erziehungsdirektor Conradin Cramer betonten den Bedarf für zusätzlichen Schulraum. Mehrfach gelobt wurde die Möglichkeit, das Schulbaus später bei Bedarf in einem Nachbargebäude günstig zu erweitern. Am Ende segnete das Parlament die Vorlage mit 73 gegen 13 Stimmen bei 9 Enthaltungen ab.

Der Kanton hatte 2013 einen Teil des früheren Coop-Areals Lysbüchel erworben, darunter auch den für das Schulhausprojekt umzubauenden Altbau. Zusammen mit anderen Eigentümern wie der SBB will der Kanton das bisher reine Industrieareal unter dem Label «VoltaNord» für gemischte Nutzungen entwickeln.

Die Debatte zum Bebauungsplan für dieses Entwicklungsprojekt, das 2700 neue Arbeitsplätze und Wohnungen für bis zu 2000 Personen bringen soll, begann der Grosse Rat gleich anschliessend ans grüne Licht für das Primarschulhaus-Projekt. - Einsprachen gegen VoltaNord hatte die Regierung im Übrigen bereits abgelehnt. (amu/sda)

Erstellt: 16.05.2018, 10:48 Uhr

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