Parkhaus beim Kunstmuseum kann gebaut werden

Unter dem Basler St.Alban-Graben ensteht ein öffentliches Parkhaus für 350 Fahrzeuge. Im Gegenzug werden oberirdisch jedoch weitere Parkplätze aufgehoben.

Die Einfahrt zum Parking erfolgt über die heutige Ausfahrt des Crédit Suisse Parkings (links um die Ecke), die Ausfahrt erfolgt über die bestehende Ein-/Ausfahrt des UBS Parkings (rechts). Bild: Daniel Desborough

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Beim Basler Kunstmuseum wird ein Parkhaus mit 350 Parkplätzen entstehen. Die Allmendverwaltung hat am Dienstag der privaten Projektentwicklungsgesellschaft Parking Kunstmuseum Basel AG die Baubewilligung erteilt. Das Parkhaus soll unter dem St.Alban-Graben realisiert werden, «an bester Innerstadt-Lage», wie es in der Medienmitteilung des Kantons heisst.

Vom Parkhaus würden «nicht nur die Geschäfte an der Freien Strasse als wichtigste Einkaufsstrasse der Stadt profitieren, sondern auch die Aeschenvorstadt als Businesszentrum und natürlich die beiden bedeutenden Museen am St.Alban-Graben, das Kunstmuseum und das Antikenmuseum,» schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement euphorisch. Das Parkhaus befinde sich zudem in unmittelbarer Nähe zum Münsterplatz, «der ein zunehmend wichtiger Anziehungspunkt für den Tourismus ist».

Eröffnung 2021

Baubeginn werde voraussichtlich Anfang April 2018 sein, nach dem Ende der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld. An der Oberfläche wird rund ein Jahr gebaut, danach noch einmal rund zwei Jahre überwiegend im Untergrund. Die Eröffnung ist für das Jahr 2021 vorgesehen.

Das Parking Kunstmuseum wird im Baurecht errichtet. Die Einfahrt zum Parking erfolgt im Luftgässlein über die heutige Ausfahrt des Crédit Suisse Parkings, die Ausfahrt erfolgt über die bestehende Ein-/Ausfahrt des UBS Parkings in den St.Alban-Graben. Der Ein- und Ausgang für die Besucher wird im Gebäude der Crédit Suisse an der Ecke St. Alban-Graben – Luftgässlein realisiert.

Oberirdisch verschwinden weitere Parkplätze

Das neue Parking ist Teil eines Innerstadt-Verkehrs-Kompromisses von 2008, zu dem auch die inzwischen erfolgte Sperrung der Mittleren Brücke für den motorisierten Individualverkehr gehört - eine Initiative gegen letztere war zurückgezogen worden. Für die neuen unterirdischen Parkplätze müssen zudem oberirdische aufgehoben werden.

Das Parking-Projekt unter dem St. Alban-Graben hatte sich im Parlament gegen ein anderes um die Ecke an der Dufourstrasse durchgesetzt. An jenem war seit den 1990er-Jahren geplant worden; dann kam ihm aber die Museumserweiterung in die Quere. Die Träger hatten das nun vor der Realisierung stehende Projekt erfolglos bis vor Bundesgericht bekämpft. (amu/sda)

Erstellt: 18.10.2016, 12:03 Uhr

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