Polizisten werden zu Velo-Fahrlehrern

Die Basler Polizei bietet Kurse an, um Velofahrern den richtigen Umgang mit der «besonderen Herausforderung» E-Bike beizubringen.

Im Verkehrsgarten wird normalerweise Kindern das korrekte Verhalten im Verkehr beigebracht. Nicht besonders erfolgreich offenbar, wenn man sich auf Basels Strassen umschaut.

Im Verkehrsgarten wird normalerweise Kindern das korrekte Verhalten im Verkehr beigebracht. Nicht besonders erfolgreich offenbar, wenn man sich auf Basels Strassen umschaut. Bild: Lucian Hunziker

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Mit der zunehmenden Popularität von E-Bikes steige das Bedürfnis nach entsprechender Fahrausbildung, schreibt die Basler Polizei in einer aktuellen Mitteilung. Nun hat man am Spiegelhof Fahrschule für Velofahrer als neue Staatsaufgabe definiert: Die Polizei bietet in den Sommerferien Kurse für E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrer an.

Grund für das neue Lernangebot der Polizei ist die Erkenntnis, dass ein E-Bike für die Fahrerinnen aber auch für die anderen Verkehrsteilnehmer, eine besondere Herausforderung darstelle, «die sich zum Teil stark vom Velo unterscheidet». Die Kurse richten sich sowohl an Personen, die mit dem Kauf eines E-Bikes liebäugeln, als auch an aktuelle E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrer. «Wer regelmässig und gezielt übt, fühlt sich sicherer im Umgang mit seinem Fahrzeug», schreibt die Polizei.

Gemeinsame Ausfahrt in den Strassenverkehr

Der Kurs decke sowohl theoretische Informationen (z.B.: Darf man eigentlich auf dem Trottoir fahren?) als auch praktische Übungen ab (z.B. : Wie man richtig bremst bei einer roten Ampel). Einer kurzen Einführung folgen «Fahrübungen im sicheren Umfeld der Testfahrstrecke» des Verkehrsgarten am Wasgenring — in entstpannter Atmosphäre, ganz ohne fluchende Fussgänger und hupende Autofahrer. Anschliessend geht es «für eine gemeinsame Ausfahrt in den Strassenverkehr».

Für die Kurse wird ein Unkostenbeitrag von fünf Franken erhoben. Für zukünftige und aktuelle Fahrerinnen und -Fahrer eines Autos, das sich zum Teil ebenfalls stark vom Velo unterscheidet, gibt es übrigens keine kostengünstigen staatlichen Fahrkurse. Die erhalten nur Bussen, wenn sie etwas falsch machen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.06.2017, 16:18 Uhr

Artikel zum Thema

Hindernisparcours statt Bussen für Velofahrer

Zwei Stunden lang nahm sich die Basler Polizei Zeit, um zwölf Velofahrern zu erklären, wieso ihr falsch parkiertes Velo ein Problem ist. Mehr...

Über das Rotlicht, ohne jeden Skrupel

Kommentar Basel ist auf dem besten Weg, zur Stadt der Velorowdys zu werden. Mehr...

«Ich fahre jetzt wie eine Wilde»

Velofahrer freuen sich über den Versuch mit einer Velostrasse in Basel. Doch das sorgt auch für Ärger. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).

Kommentare

Die Welt in Bildern

Karton auf den Augen: Prinz Charles schaut sich den Schaden, welchen die Septemberstürme auf den karibischen Inseln angerichtet haben, durch die Google Brille an. (18. November 2017)
(Bild: Chris Jackson/Getty Images) Mehr...