Roboter im Operationsraum

Das Universitätsspital entwickelt und prüft den Knochenschneide-Roboter CARLO für den klinischen Einsatz. Die Tests sollen bereits dieses Jahr beginnen.

Die konventionellen Sägen und Bohrer sollen durch Laser ersetzt werden (Symbolbild).

Die konventionellen Sägen und Bohrer sollen durch Laser ersetzt werden (Symbolbild). Bild: Keystone

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Der am Universitätsspital Basel entwickelte OP-Roboter CARLO, der mit Laser hochpräzise Knochenschnitte durchführt, ist bereit für den Einsatz. Das teilte das Spital am Montag mit. Zunächst muss er sich allerdings in diversen Tests beweisen, bevor er an Patienten zum Einsatz kommt.

Knochenschnitte mit CARLO (Cold Ablation Robot-guided Laser Osteotome) seien dank der neuartigen Technik genauer, wodurch sie schneller heilen und die Patienten weniger belasten sollen, schrieb das Unispital. Bis zum Einsatz am Patienten muss sich der Roboter jedoch noch in vorklinischen und klinischen Versuchen beweisen. Die Tests sollen bereits dieses Jahr beginnen.

Der Roboter habe den Vorteil, dass die Schnitte damit fünf bis zehn mal feiner werden als mit einer konventionellen Knochensäge. Ausserdem könne CARLO auch in Wellen- und Zickzacklinien schneiden. Im klinischen Einsatz - wenn alles nach Plan läuft ab 2018 - sollen Mediziner CARLO anhand von Computertomografiebildern programmieren. Der Roboter führt die Schnitte anschliessend selbstständig aus.

CARLO wird durch ein Spin-Off des Universitätsspitals und der Universität Basel vertrieben, der Firma «Advanced Osteotomy Tools». An der Entwicklung des Roboters beteiligt waren die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen Hans-Florian Zeilhofer und Philipp Jürgens, der Laserphysiker und Unternehmer Alfredo E. Bruno sowie Philippe C. Cattin, Professor für Image-Guided Therapy. 2015 wurde der Roboter bereits mit dem KTI Swiss Medtech Award ausgezeichnet. (lip/sda)

Erstellt: 12.09.2016, 15:05 Uhr

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