Sandro Lunin übernimmt Kaserne-Leitung ab 2018

Per Juli 2018 wird Lunin die bisherige Kaserne-Direktorin Carena Schlewitt ablösen.

Sandro Lunin wird die Leitung der Kaserne Basel ab 2018 übernehmen.

Sandro Lunin wird die Leitung der Kaserne Basel ab 2018 übernehmen. Bild: zVg.

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Sandro Lunin übernimmt die Leitung der Kaserne Basel. Der 1958 geborene Lunin leitet derzeit das Theaterspektakel Zürich und löst per Juli 2018 Carena Schlewitt als Kaserne-Direktorin ab.

Lunin zähle «seit vielen Jahren zu den prägenden Figuren der Freien Theater- und Tanzszene der Schweiz und international», lobte der Kaserne-Trägerverein in einer Mitteilung vom Freitag. Mit seiner Vernetzung, Erfahrung, Neugier und Führungserfahrung sei er die richtige Wahl für das Basler Koproduktions-, Gastspiel- und Konzerthaus.

Der Trägerverein erwarte, dass Lunin die Kaserne «mit eigenen Akzenten weiterentwickeln» werde. Er bringe spezielles Interesse mit für Künstler aus dem Süden der Welt und lege Wert auf Nachwuchsförderung, stilistische Vielfalt und Qualität. Gelobt wird auch sein Streben um gesellschaftlichen Ausgleich.

Erfolg in Zürich und Bern

Künstlerischer Leiter des Zürcher Theaterspektakels ist Lunin seit 2007. Dort hatte er im Herbst seinen Abgang nach der diesjährigen Ausgabe im September angekündigt. Zuvor war der ausgebildete Primarlehrer künstlerischer Leiter des Schlachthaus-Theaters in Bern und davor in der Leitung des Theaterbüros Rote Fabrik tätig gewesen.

2007 war Lunin mit dem Kulturvermittlungspreis des Kantons Bern ausgezeichnet worden für seine langjährige Vernetzungs- und Vermittlungsarbeit zugunsten des zeitgenössischen Theater-, Tanz- und Musikschaffens. Das Schlachthaus sei dank ihm zu einem Begegnungsort mit aktuellen Themen geworden, hiess es dabei.

Die 1961 in Leipzig geborene Schlewitt übernimmt die Intendanz im Europäischen Zentrum der Künste Hellerau in Dresden, wie sie im September 2016 angekündigt hatte. Sie hatte die künstlerische Leitung der Kaserne Basel 2008 übernommen; zuvor war sie Kuratorin am Theater Hebbel am Ufer in Berlin gewesen.

Professionalisierung

Die Kaserne Basel ist ein subventioniertes Kulturhaus für die freie zeitgenössische Theater-, Tanz- und Performanceszene sowie für Populärmusik. Gemäss Website finden jährlich rund 270 Veranstaltungen mit 60'000 Besuchenden statt.

1978 als «Kulturwerkstatt Kaserne» gegründet, hat die auf die freie Szene fokussierte Institution diverse Krisen durchgemacht; zeitweise stand sie vor der Schliessung. Der Kanton hat der Kaserne immer wieder unter die Arme gegriffen. Zuletzt hat das Kantonsparlament im Dezember zwecks Professionalisierung die Subvention aufgestockt.

Während die Kaserne Basel primär frühere Stallungen und eine historische Reithalle der einstigen Basler Militärunterkunft nutzt, steht eine Sanierung und den Umbau des daneben zum Rhein hin gelegenen Hauptbaus für 45 Millionen Franken an. Dort sind Schulräume und Ateliers drin; ein Kulturhaus soll daraus werden. (nim/sda)

Erstellt: 07.04.2017, 15:56 Uhr

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