Studenten-Ansturm schafft Arbeitsplätze an der Uni Basel

50 Prozent mehr Studenten hat die letzte Dekade der Universität Basel gebracht. Dank dem schweizweiten Rekordzuwachs gibt es in Basel nun auch mehr Professoren denn je. Für das Jahr 2009 präsentiert die Uni zudem eine nahezu ausgeglichene Rechnung.

Im Herbstsemester 2009 waren 11'593 Studierende und Doktorierende an der Uni Basel eingeschrieben.

Im Herbstsemester 2009 waren 11'593 Studierende und Doktorierende an der Uni Basel eingeschrieben. Bild: Alexander Bodmer

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Universität Basel hat die erste Leistungsperiode unter der gemeinsamen Trägerschaft von Basel-Stadt und Baselland mit einer beinahe ausgeglichenen Rechnung abgeschlossen. Die Personalausgaben und die Beiträge von Dritten nahmen im 2009 stark zu.

Es habe mehr Personal angestellt werden müssen, weil die Zahl der Studierenden auch 2009 angestiegen sei, sagte Rektor Antonio Loprieno am Donnerstag vor den Medien. In den letzten zehn Jahren habe der Studierendenzuwachs rund 50 Prozent betragen. Damit sei die Universität Basel von allen schweizerischen Universitäten am schnellsten gewachsen.

Mehr Professoren

Im Herbstsemester 2009 waren 11'593 Studierende und Doktorierende eingeschrieben. 21,4 Prozent stammten aus dem Ausland, 38,2 Prozent aus den beiden Basel und 40,4 Prozent aus anderen Kantonen. Loprieno schätzt, dass die Uni Basel bis in zehn Jahren rund 15'000 Studierende zählen könnte.

Die Uni Basel beschäftigte im letzten Jahr 337 Professoren; das sind 20 mehr als im Vorjahr. Auch in anderen Bereichen wurden mehr Personen angestellt. Die Zahl der Vollzeitstellen stieg um 78 auf 2222,6. Diese wurden von über 4000 Personen besetzt.

Beiträge von Dritten

Der Personalaufwand nahm um 19,3 Millionen auf 294,8 Millionen Fr zu. Um fünf Prozent höher war mit 237,4 Millionen Fr. auch der Sachaufwand. Der gesamte Aufwand belief sich auf 589,3 Millionen Fr. gegenüber 530,9 Millionen Franken im Vorjahr. Franken.

Im Ertrag von 588,7 Millionen Franken schlägt sich vor allem der Anstieg der Beiträge von Dritten um 17.3 Millionen Franken auf 120,7 Millionen Franken sowie des Gebühren-, Dienstleistungs- und Vermögensertrages von 27,4 Millionen auf 50,7 Millionen Franken nieder. Von der öffentlichen Hand kamen 408,7 Millionen Franken.

Schweizer Nachwuchs fördern

Zur Kritik an der Bologna-Reform sagte Loprieno, es solle grundsätzlich weniger Prüfungen geben. In den Geistes- und Sozialwissenschaften sollen zudem mehr Freiräume geschaffen werden. Mehr gefördert werden soll auch der wissenschaftliche Nachwuchs schweizerischer Herkunft. Heute stammten nämlich weniger als 50 Prozent der Professoren aus der Schweiz, sagte Loprieno. Die Konkurrenz mit der Wirtschaft sei gross. Deshalb wolle die Universität für den akademischen Nachwuchs attraktiver werden.

Die nächste Leistungsperiode von 2010 bis 2013 dauert erstmals vier Jahre. In dieser Zeit erhöhen sich die Beiträge der Trägerkantone von derzeit 268,5 Millionen auf 315,3 Millionen Franken. Damit soll in die Infrastruktur und in den Nachwuchs investiert werden. Auch soll das Betreuungsverhältnis verbessert werden. (jg/sda)

Erstellt: 20.05.2010, 14:24 Uhr

Kommentare

Das Immobilien-Portal für Basel und die Region

Die Welt in Bildern

Trigger für Höhenangst: Ein Besucher der Aussichtsplattform des King Power Mahanakhon Gebäudes in Bankok City posiert fürs Familienalbum auf 314 Meter über Boden. (16. November 2018)
(Bild: Narong Sangnak/EPA) Mehr...