Unfreiwillig komische Männer

Eine grossartige Stimmung herrschte am Freitagabend in der Backstage Village der Baloise Session. Hinz und Kunz traffen sich dort zum Konzert von James Blunt. Die Klatschkolumne von Tamara Wernli.

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Alkoholgenuss wertet eine Gesellschaftskolumne definitiv auf. Wobei man das ja nicht schreiben sollte. Es ist also auf gar keinen Fall eine Unterstellung, gewisse Menschen hätten am Opening der Baloise Session zu tief ins Glas geguckt. Nein. ­Wahrscheinlicher ist, dass ein hoher Lärmpegel und/oder die tolle Stimmung spassfördernd auf die Aussagen einiger Gäste einwirkten. Die Humorzone war jedenfalls riesig.

Vergangenen Freitag trafen sich die geladenen VIPs im Backstage Village, um in gediegenem Ambiente dem ­Konzert von James Blunt entgegen­zufiebern – nahm man an. Hiag-­VR-Präsident Felix Grisard besucht die Opening Night seit über zehn Jahren. Ist er ein grosser James-Blunt-Fan? «Ja! James Bond finde ich super!», rief er zurück. (Nochmals: Das Geschnatter ringsum war erheblich.) Blunt, der Sänger! «Ah, der singt heute? Hab ich nicht gewusst. Wissen Sie, meine Frau ist die Musikalische in der Familie.» Die Festivalmacher, Präsident Matthias Müller (feierte letzte Woche seinen 50. Geburtstag im Club de Bâle) und CEO Beatrice Stirnimann (chic in ­Victoria Beckham) schauten nach dem Rechten. Das Schwierigste an der Organisation? «Alles auf den Punkt ­fertig zu bekommen», erklärten sie.

AC/DC wäre uns lieber

Boutique-Inhaberin Ami Wieland kam mit ihrem Gatten, dem Arbeit­geberpräsidenten Marc Jaquet. Freuen sie sich auf den Hauptact? «Er ist okay, aber wir würden ausflippen bei AC/DC!» Die Altrocker wären ­früher fast ­einmal hier aufgetreten; der Vertrag war unterschriftsbereit, wurde aber vom Management im letzten Moment zurückgezogen, als es damals erfuhr, dass der Sponsor Zigarrenhersteller war. Bei Lemmy von Motörhead wäre das wohl erst Voraussetzung für einen Auftritt gewesen.

Die Häppchen waren vom Feinsten: Chili-Melonensuppe, Sushi, Shrimps­salat, Rinds- und Lachstatar. Man traf auf Michael Gerber und Tommy Schilling von Valencia, SVP-Nationalrat ­Thomas Matter, alt Ständerat René Rhinow, Lonza-VR-Präsident Rolf ­Soiron, Bauunternehmer ­Stephan ­Musfeld, Messe-Präsident Ueli Vischer, Ex-Skistar Maria Walliser, Merian-Iselin-Spital-CEO Stefan Fricker, die Anwälte Karli Schweizer und Marco Balmelli, FCB-Legende Karli Odermatt und die Baloise-­Herren Rolf Schäuble (Ehrenpräsident), Andreas Burckhardt ­(VR-Präsident), CEO Martin Strobel und Schweiz-Chef Michael Müller.

Humor und Spiritus

Ist wenigstens Werber Robert Erhart, CEO von Adcom, wegen des Gesangs hier? «Wir machen die Hostessen!» Bitte? Ja direkt in der Agentur ab ­Fliessband, oder wie? «Nein, sorry», lachte er. «Wir stellen sie für den Anlass zur Verfügung.» Ferner: FCB-Vize­präsident Adrian Knup mit Andrea, BaZ-­Kolumnist ­Helmut Hubacher, Mirjam Jauslin von Telebasel und die Politiker ­Christian Egeler, Guy Morin, Anita Fetz und Isaac Reber.

Übrigens: Das Konzert begann und alle strömten in den grossen Saal. Alle, ausser Satiriker Andreas Thiel, er machte es sich mit seinem Teller im ­Village bequem: «Man muss nicht immer alles tun, was andere tun. Der Herdentrieb geht mir völlig ab.» ­Verständlich; an einem Konzert dem Künstler zuhören, wird eh völlig über­bewertet. Dann kam er einfach netterweise der Einladung der Gastgeber Müller und Stirnimann nach? «Wer ist das?» Man kann auch nicht die ganze Welt kennen. Er ist Zürcher und lebt teilweise in Indien.

Hier war er als ­Markenbotschafter eines Sponsors. Verpasst er sich die Haarpracht ­eigentlich selber? «Nein, ich gehe zum Coiffeur, alle vier Tage. Ich kanns von den Steuern abziehen.» In einem anderen Leben wäre er Pfarrer geworden. «Aber die Leute gehen nun mal lieber ins Theater als in die Kirche.» Humor und Spiritus – sie passen wunderbar zusammen. (Basler Zeitung)

Erstellt: 27.10.2014, 12:05 Uhr

Tamara Wernli ist News-Moderatorin, ­Produzentin der Sendung «Kochen im Schloss» auf Telebasel und als freischaffende Autorin tätig.

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