Verein Fümoar unterstützt Tierpark Lange Erlen

Der Raucherbeizen-Verein veranstaltete gestern Abend seine Generalversammlung. Eingeladen waren die 185 Wirte der Fümoarbeizen und die über 100'000 Gästemitglieder. Der Anlass wurde arg verregnet und stiess auf wenig Interesse.

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Der Vorstand von Fümoar hatte mit grosser Kelle angerichtet. Die ordentliche Generalversammlung 2010 – die erste des Rauchervereins ­ sollte ein Volksfest mit 3000 Personen werden. Allerdings fanden nur gut 200 der über 100'000 Fümoar-Mitglieder den Weg in den Garten des Restaurants Lange Erlen. Die zahlreichen Bierstände und Toi-Toi-WC-Anlagen, welche für den Grossanlass bereitgestellt wurden, blieben ungenutzt. Schuld am geringen Interesse war laut Fümoar-Präsident Mario Nanni und Sekretär Thierry Julliard das Wetter. Es regnete den ganzen Abend im Strömen.

Der Fümoar-Vorstand zog die GV trotzdem wie geplant durch. Nanni, Julliard und Beisitzer Erdal Dilsiz paukten die Traktandenliste in knapp 40 Minuten durch. Dabei sassen sie auf der überdachten Bühne in der Mitte des Areals, die Mitglieder lauschten von der rund 20 Meter entfernten Terrasse des Parkrestaurants, wo sie unter dem Stoffdach vom Regen geschützt waren. Die drei Vorstandsmitglieder wurden ohne Gegenstimme für ein weiteres Jahr gewählt. Wobei nur die anwesenden Wirte der 185 Fümoar-Beizen stimmberechtigt waren. Die Gäste-Mitglieder sind Passivmitglieder und hatten nichts zu sagen.

Fümoar sponsert Strahlengeissen-Gehege

Nach dem Jahresbericht des Präsidenten präsentierte Kassier Julliard die Jahresrechnung – mündlich, ohne etwas Schriftliches abzugeben. Demnach resultierte 2010 ein Ertragsüberschuss von knapp 64'000 Franken. 50'000 Franken davon wurden laut Julliard als Rückstellungen für 2011 verbucht. Der Verein darf laut Statuten keinen Gewinn erwirtschaften. Deshalb sponserte Fümoar das neue Gehege für die sechs Strahlengeissen im Tierpark Lange Erlen. Dies habe eine fünfstelligen Betrag gekostet, sagte Julliard. Genauer wollte er nicht werden. Die Sponsoringaktion, kam bei den Mitgliedern gut an.

Dieses Jahr will Fümoar mit dem überschüssigen Geld kranke und behinderte Kinder und deren Familien unterstützen. «Wir geben das Geld aber nicht Institutionen», sagte Julliard, «sondern helfen unbürokratisch in Einzelfällen.» Er rechnet mit einem Gesamtbetrag zwischen 100'000 bis 150'000 Franken. Nach dem offiziellen Teil der GV begann die angekündigte Überraschungsshow mit Auftritten der Jodelgruppe Oesch's die Ditten und dem Luzerner Volksrock-Duo ChueLee und Band. «Wir wollten den Mitgliedern ein richtiges Fest bieten», sagt Julliard. Der Regen verunmöglichte allerdings die beabsichtige Volksfeststimmung. Fümoar liess sich die GV rund 80'000 Franken kosten. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.06.2011, 10:32 Uhr

Distanz: Der Fümoar-Vorstand auf der Pavillon-Bühne, die Vereinsmitglieder unter dem Sonnendach. (Bild: Dominik Plüss)

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