Versuch mit öffentlichen E-Parkplätzen kann starten

In den nächsten Wochen werden an insgesamt elf äffentlichen Parkplätzen in Basel-Stadt Ladesäulen für Elektroautos montiert.

Die Standorte der Ladestationen für den Versuchsbetrieb befinden sich in Gebieten, in denen Parkplätze nicht allzu knapp sind.

Die Standorte der Ladestationen für den Versuchsbetrieb befinden sich in Gebieten, in denen Parkplätze nicht allzu knapp sind. Bild: Florian Bärtschiger

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Elektroautos können in Basel vom kommenden Frühling an auf öffentlichen Parkplätzen mit Strom versorgt werden: An insgesamt elf Standorten werden in den nächsten Wochen Ladesäulen montiert.

Elektroautos können in Basel vom kommenden Frühling an auf öffentlichen Parkplätzen mit Strom versorgt werden: An insgesamt elf Standorten werden in den nächsten Wochen Ladesäulen montiert. Installiert und betrieben werden die Ladestationen von den Industriellen Werken Basel (IWB), wie das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) am Freitag mitteilte.

Vorgesehen ist zunächst ein Versuchsbetrieb von drei Jahren. Danach entscheidet die Regierung aufgrund einer Begleitstudie über die Weiterführung und die allfällige Ausweitung des Angebots.

Ursprünglich hatte die Regierung den Test mit den «E-Parkplätzen» schon im zweiten Quartal 2017 starten wollen. Die Baugesuche und die Verkehrsanordnungen, die es für das Pilotprojekt braucht, können aber erst jetzt öffentlich aufgelegt werden. Die Suche nach geeigneten Standorten und das verwaltungsinterne Verfahren hätten länger gedauert als erwartet, hiess es dazu auf Anfrage beim WSU.

Die Standorte der Ladestationen für den Versuchsbetrieb befinden sich gemäss der Mitteilung in Gebieten, in denen Parkplätze nicht allzu knapp sind. Es handelt sich um die Quartiere Hirzbrunnen, Rosental, Breite, Gellert, Bruderholz, Gotthelf, Bachletten und St. Johann. Auch ein Taxistandplatz wird mit einer Ladesäule versehen.

Tagsüber zwei Stunden

An jede Ladesäule können gleichzeitig zwei Elektroautos angeschlossen werden. Damit bleiben während des Versuchsbetriebs höchstens 20 entsprechend markierte Parkplätze für diese Fahrzeuge reserviert. Der Strombezug an den Ladestationen ist kostenpflichtig und tagsüber auf zwei Stunden beschränkt. Von 19 bis 8 Uhr früh müssen die E-Parkplätze dagegen nicht freigegeben werden.

In Betrieb genommen werden sollen die Ladestationen etappenweise ab März. Zuvor findet jedoch die Planauflage statt, die am Samstag beginnt und bis am 4. Februar dauert.

Immer mehr Elektrofahrzeuge

Die Regierung begründet das Projekt mit der erwarteten Zunahme von Elektrofahrzeugen in den kommenden Jahren. Mit dem neuen Angebot soll Einwohnerinnen und Einwohnern ohne eigene Garage der Umstieg auf ein strombetriebenes Gefährt erleichtert werden.

Die Verfügbarkeit von Ladestationen ist nach Ansicht der Regierung ein sehr wichtiges Kaufargument für Elektroautos. Deshalb sollen in privaten Parkierungsanlagen solche Installationen zur Pflicht werden.

Konkret sieht eine im Juni 2017 in die Vernehmlassung geschickte Verordnung vor, dass bei neuen Anlagen mit über 20 Parkplätzen mindestens 10 Prozent davon mit Ladestationen ausgestattet werden müssen. Dasselbe soll für Erweiterungen bestehender Anlagen um mehr als 20 Parkplätze gelten.

Die Förderung von Elektromobilen zum Ziel haben auch drei Motionen, die der Grosse Rat im April letzten Jahres zur Berichterstattung an die Regierung überwiesen hat. Verlangt werden neben einer Subvention von 3000 Franken für den Kauf eines Elektromobils auch 200 öffentlich zugängliche Ladestationen - darunter auch solche, an denen beschleunigtes Laden möglich ist. (dou/sda)

Erstellt: 05.01.2018, 14:43 Uhr

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